16.03.18 - Take only memories, leave only footprints

Freitag, 16.03.2018

Der Blogeintrag ist in zwei Teile geteilt. Der erste befasst sich mit meiner Rückreise und der zweite ist eine Reflexion meiner Australienreise. Viel Spaß beim Lesen!

Teil 1:

Als ich mich in Melbourne in den Skybus ๐ŸšŒ zum Flughafen gesetzt habe, überkam mich etwas die Traurigkeit. ๐Ÿ˜ข Eigentlich wollte ich mich garnicht in den Flieger โœˆ๏ธ setzen und nach Hause fliegen. Eigentlich wollte ich diese Möglichkeit, die Welt ๐ŸŒ zu bereisen, noch weiter nutzen. Aber gut, mir blieb ja keine wirkliche Alternative, als mich in das Flugzeug zu setzen.

Bis das geschehen sollte, gab es allerdings noch eine kleine Problematik. Eigentlich verlief alles planmäßig, bis ich mich pünktlich um 10.35 Uhr (das war die Zeit zum Boarding) ans Gate stellte. Als ich mein Handy aus der Jackentasche bzw. dem Rucksack ๐ŸŽ’ holen wollte, war es dort nicht. Kein Grund zur Panik, habe es wohl nur übersehen. Also habe ich schnell meinen Rucksackinhalt auf dem Boden ausgebreitet, aber erfolglos. ๐Ÿ˜ฑ Spätestens da setzte etwas Panik ein. Da ich als letztes auf der Toilette war, bin ich durch den Flughafen zurückgesprintet, um dort nachzusehen. Neben dem Waschbecken lag es schonmal nicht und als sich das von mir benutzte WC nach fünf Minuten auch mal öffnete und ich nachsehen konnte, lag auf dem Toilettenpapierbehälter mein Handy! ๐Ÿ˜ Ach du liebes bisschen war ich erleichtert! Ich hatte schon gedacht, während meiner letzten Minuten in Australien verliere ich mein Handy und damit alle meine Fotos. Wer meinen Blog verfolgt hat, weiß, dass ich mein Handy vor paar Wochen schon mal auf einer öffentlichen Toilette auf dem Toilettenpapierbehälter vergessen habe. ๐Ÿ˜‚ Spätestens jetzt schwöre ich hoch und heilig, ich nehme mein Handy nicht mit auf die Toilette, bzw lasse es im Rucksack! Ich glaube ich habe das nun gelernt. ๐Ÿคฆ๐Ÿผ‍โ™€๏ธ

Mein erster Flug โœˆ๏ธ , in dem eigentlich fast nur Chinesen waren, verlief sehr entspannt. So habe ich die meiste Zeit mit Filmen herumbekommen. Der erste Film, den ich geschaut habe, ist noch ziemlich neu und heißt „Wunder“. Er handelt von einem Jungen mit einem stark entstellten Gesicht, der eingeschult wird. In der Schule wird er von allen Seiten gemobbt und ausgeschlossen, doch er lässt sich davon nicht unterkriegen. Wie der Film weitergeht, möchte ich nicht verraten. ๐Ÿ˜‰ Aber er war wirklich sehr rührend und ich fand es unglaublich zu sehen, wie stark Kinder sein können und was sie alles bewegen können. ๐Ÿ˜Š
Danach habe ich „The Edge of Seventeen“ geschaut - ein typischer Teeniefilm, der aber auch ganz lustig war.

Die Einreise in China war mal wieder äußerst kurios. ๐Ÿ™ˆ Da ich dachte, ich weiß jetzt ja, welche Papiere ich ausfüllen muss, habe ich diese im Vorfeld ausgefüllt. Nur dieses Mal war alles anders und es wurden andere Papiere verlangt. ๐Ÿคฆ๐Ÿผ‍โ™€๏ธ Als dann mein Reisepass genauestens inspiziert wurde, wurde ich noch ins Kreuzverhör genommen. Warum ich in die Türkei gereist bin, wie lange, warum für zwei Wochen, warum ich in Ägypten war, wie lange,... Und da der Beamte meine Antworten nicht plausibel fand, hat er nochmal nachgehakt. Anschließend stand ich über eine Stunde in der Schlange beim Check in und musste zum ersten Mal überhaupt zur Gepäckkontrolle und mein Backpack öffnen. Ich fand es etwas merkwürdig, dass man zwei Souvenirmagnete nicht von verbotenen Gegenständen unterscheiden kann, aber gut. Letzten Endes durfte ich doch noch weiterfliegen. ๐Ÿ˜‰

Wie auch auf der Hinreise habe ich erstmal die S-Bahn vom Flughafen München zum Hauptbahnhof und anschließend einen Direktzug ๐ŸšŠ nach Göppingen genommen. Dort hat mich meine Freundin Sisi abgeholt ๐Ÿš˜ und in mein heimatliches Gruibingen gebracht, wo meine Oma mich schon Zuhause mit dem Mittagessen erwartet hat.


Teil 2: Reflektion

Wenn ich nun auf meine Australienzeit ๐Ÿ‡ฆ๐Ÿ‡บ zurückblicke, tauchen 1000 Erinnerungen in meinem Kopf auf und ich fange direkt an zu Lächeln. ๐Ÿ˜Š Es war definitiv die richtige Entscheidung, mach dem Abi zu reisen. Ich würde es fast jedem empfehlen, sich nach dem Schulabschluss mal die Zeit zu nehmen und etwas von der Welt zu sehen. Man lernt unglaublich viel daraus. Aber jetzt erstmal von vorne: Meine Zeit in Australien gehört definitiv zu den besten Erfahrungen meines Lebens! ๐Ÿ˜ Ich bin ja schon immer sehr gerne und sehr viel gereist, aber komplett alleine in so ein fernes Land zu reisen ist nochmal etwas anderes. Ich wusste nicht wirklich, was auf mich zukommt und was ich zu erwarten hatte, aber falls ich Erwartungen hatte, wurden sie alle übertroffen. Ich bin komplett fasziniert von diesem wundervollen Land! Ich werde einfach mal einige Stichpunkte anschneiden, die ich mit euch teilen möchte:

Erstens: Die Landschaft! Es gibt nur wenige Länder auf dieser Welt, die so vielseitig sind wie Australien. Es gibt moderne Großstädte, traumhafte Strände, Gebirge, Regenwälder, Wüste, das Outback,... Wirklich jeder Ort, an dem ich war, ist auf seine Art bezaubernd und kaum mit den anderen zu vergleichen. So hat mich Australiens Natur immer wieder aufs Neue überrascht und ich bezweifle, dass man jemals behaupten könnte, dass man dieses Land “kennt”. Und wenn ich sagen müsste, was das Highlight meiner Reise war, gibt es keine klare Antwort. Das Outback mit dem Uluru und dem Kings Canyon war wirklich bestaunenswert und anders als alles, was man kennt. Aber in Sydney hat mir das Flair der Stadt (Opera House, Harbour Bridge,...) sehr gut gefallen - typisch Australien, wie man es kennt. Auch an der Great Ocean Road ๐ŸŒŠ war ich am Staunen - wie von Gottes Hand geschaffene Felsformationen in Kombination mit Traumstränden.

Zweitens: Die Tierwelt! Egal wie oft man Kängurus gestreichelt hat oder Koalas ๐Ÿจ beim Faulenzen beobachtet hat, man hatte nie genug davon. Und das war noch lange nicht alles. Hier gibt es so viele aufregende Tiere, die es sonst auf keinem anderen Kontinent gibt (außer im Zoo).

Drittens: Die Leute! Auch wenn man ja nie besonders lange am selben Ort ist und somit nicht viel Zeit mit den selben Leuten verbringen kann, schließt man tolle Bekanntschaften. Ich habe so viele verschiedene und interessante Leute ๐Ÿ‘ญ๐Ÿ‘ซ kennengelernt - ihre Motive für diese Reise, ihre Weltanschauung,... Und obwohl man nicht viel Zeit gemeinsam hatte, habe ich bei vielen das Gefühl, ich kenne sie schon viel länger. Auch wenn ich alleine gereist bin, wirklich alleine habe ich mich nie gefühlt.

Viertens: Die Reise an sich! Ich kann wirklich dankbar sein, denn für die “kurze” Zeit, die ich in Australien ๐Ÿ‡ฆ๐Ÿ‡บ war, habe ich sehr viel gesehen. Viele Langzeitbackpacker haben nicht die Möglichkeit, so viele verschiedene Orte zu sehen. Gerade wenn ich die Australienkarte auf meinem Blog anschaue, muss ich immer wieder über die Anzahl der Markierungen staunen. So war ich in den 6,5 Wochen in vier verschiedenen States/Territorien Australiens - New South Wales, Victoria, Queensland und das Northern Territory. ๐Ÿ˜Š

Fünftens: Die Tatsache, alleine zu reisen! Ich persönlich bevorzuge das zum Reisen in der Gruppe. Man kann immer das machen, was man für das Beste hält und ist in seinem Programm völlig frei. Ich weiß zum Beispiel auch, dass meine Tage immer ziemlich vollgeplant sind und das manch anderem eventuell zu viel gewesen wäre, aber mir gefällt das. ๐Ÿ‘๐Ÿฝ Auch glaube ich, dass man automatisch nicht so offen für neue Bekanntschaften ist, wenn man sich ja sowieso immer mit seinen Freunden von Zuhause unterhalten kann.

Sechstens: Die Sprache! So habe ich wirklich das Gefühl, dass mein Englisch sich in der Zeit deutlich verbessert hat. Ich spreche flüssiger und schneller, habe kaum noch deutschen Akzent und verstehe deutlich mehr. Und es freut einen natürlich auch, wenn man von Muttersprachlern für seine Sprache gelobt wird. โ˜บ๏ธ

Siebtens: Überschreiten der Wohlfühlzone! Wie ihr in den Eintrögen ja herauslesen konntet, waren die hygienischen Bedingungen nicht immer optimal. Mittlerweile habe ich so viel Dreck, so viel Braunes Leitungswasser, so viele Mäuse ๐Ÿญ, Spinnen ๐Ÿ•ท und Kakerlaken ๐Ÿฆ— im Haus gesehen und mit so vielen Käfern geduscht -so schnell kann mich jetzt nichts mehr schockieren. Und nun weiß ich, in was wir verwöhnten Verhältnissen wir zuhause leben. ๐Ÿ™ˆ

Achtens: Meine persönliche Entwicklung! Während meiner Reise habe ich unglaublich viel dazugelernt. Angefangen beim Kochen, Putzen, Wäsche waschen, Unkraut jäten über Reisen planen, Hotels und Verkehrsmittel buchen bis hin zu Zeitmanagement, Wirtschaften und Organisation. ๐Ÿ’ช๐Ÿฝ Gerade wenn man alleine ist und man mal in der Patsche steckt, ist keiner da, der einem da raus helfen kann. Man ist für sich selbst verantwortlich und muss eben auch alleine eine Lösung finden. Auch habe ich dieses Mal nicht alles im Voraus geplant und geregelt, wozu ich ja meistens neige, sondern ziemlich viel Spontanität an den Tag gelegt. Gerade das hat mir die vielen tollen Ausflüge ermöglicht. Außerdem würde ich auch behaupten, dass mich diese Reise selbstständiger und reifer gemacht hat. Wenn ich auf das alles zurückblicke, bin ich auch etwas stolz auf mich, dass ich alles alleine und ohne Probleme bewältigen konnte. ๐Ÿ’ช๐Ÿฝ

Nun muss ich aber einige Schlusssätze für meinen Blog finden, auch wenn ich es garnicht unbedingt möchte. Ich merke schon, das tägliche Blogschreiben ist bei mir bereits zum Alltag geworden und es wird jetzt erstmal ungewöhnlich sein, meine Erlebnisse nicht mehr mit Euch zu teilen. ๐Ÿ˜‰ Erstmal möchte ich mich bei jedem Einzelnen von Euch bedanken, dass Ihr euch täglich die Zeit genommen habt, meinen Blog zu verfolgen. Vor meiner Reise war ich ja etwas kritisch, ob sich das Blogschreiben überhaupt lohnt. Aber wenn ich meine Besucherstatistik betrachte, bleibt mir beinahe der Mund offen stehen vor Staunen. ๐Ÿ‘๐Ÿฝ Also nochmal vielen Dank für euer Interesse und die Zeit, die ihr darin investiert habt, meine Romane zu lesen! ๐Ÿ˜Š Falls ihr noch irgendwelche Fragen habt, meine besten Reisebilder wollt oder auch Tipps für eure eigene Australienreise, dann schreibt mir einfach auf Whatsapp. Und was ich zum Schluss noch klarstellen sollte: Diese Reise hat mir so gut gefallen, da bin ich mir ganz sicher, meine nächste große Reise kommt. ๐Ÿ˜‰

“I haven’t been everywhere, but it’s on my list.” ~ Susan Sontag

14.03.18 - Why do all good things come to an end? ๐Ÿ‡ฆ๐Ÿ‡บ

Donnerstag, 15.03.2018

Heute erst kurz nach acht aufzustehen, hat sich irgendwie ungewohnt angefühlt. Nachdem ich ca. die letzten sechs Tage immer gegen 5 Uhr aufstehen musste โฐ, war ich es garnicht mehr gewöhnt, so „lange“ zu schlafen ๐Ÿ˜ด. Außerdem hatte ich heute Nacht davon geträumt ๐Ÿ’ญ, dass ich nach Hause geflogen bin und wieder Tennis ๐ŸŽพ spielen konnte. Ich würde mal sagen, der Traum kam genau zum richtigen Zeitpunkt. ๐Ÿ˜Š

Anschließend habe ich zusammen mit meiner Freundin Larissa den Shuttle Service ๐ŸšŒ zum Flughafen in Anspruch genommen. Während es für mich heute nach Melbourne zurück ging, flog sie weiter nach Perth. Auch wenn wir nur wenige Tage zusammen hatten, haben wir uns super verstanden. So haben wir beschlossen, uns bald in der Mitte von unseren Wohnorten wieder zu treffen, und zwar am Bodensee. ๐Ÿ˜Š Nachdem ich ihr eine Minute lang hinterhergewinkt habe, als sie in ihren Flieger eingestiegen ist, war auch schon Boarding für meine Maschine. โœˆ๏ธ Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich auf einem Kurzstreckenflug (der Flug dauerte 2 h 40 min) kostenloses Wlan über den Wolken. โ˜๏ธ Das hat mich tatsächlich etwas überrascht, aber ich habe es genossen. ๐Ÿ˜‰

Nachdem ich mit dem Skybus ๐ŸšŒ in die Innenstadt Melbournes gefahren bin, habe ich dort noch einige Souvenirs gekauft. Anschließend wollte ich auf dem Queen Victoria Market etwas essen. Jeden Mittwoch ist dort „Nachtmarkt“, das heißt, er hat bis spät abends offen, es hängen Lichterketten von der Decke, gibt Aufführungen,... Zum Abschluss meiner Reise wollte ich noch Emu- und Krokodilfleisch testen ๐Ÿ˜‹, doch dann habe ich erfahren, dass man auf dem Markt nicht mit Karte zahlen kann. Ich hatte leider nur noch einige Dollar und vor meinem Rückflug morgen wollte ich keine weiteren mehr abheben. Somit blieb es nur bei einem leckeren Eistee auf dem Night market. Meine Essenssuche hat sich dann noch als großes Problem herausgestellt. ๐Ÿ™ˆ Ich bin durch die halbe Stadt gelaufen, um eine bestimmte Sushisorte zu finden, um festzustellen, dass es diese nicht mehr gibt. Somit konnte ich wieder zurücklaufen und woanders eine Alternative erwerben. Naja, trotz dieser Komplikationen bei der Nahrungsaufnahme konnte ich abends noch satt werden. ๐Ÿ˜‰๐Ÿ˜‚

Als ich in meinem Hostel eingecheckt und mein Zimmer betreten habe, war ich etwas verwundert. Statt des von mir gebuchten 10er Zimmers bin ich mit einem Kolumbianer im Zweierzimmer. ๐Ÿ˜‚ Er kann zwar kaum Englisch, aber ist ganz nett. Allerdings hat er ziemlich Heimweh und vermisst seine Familie sehr.

Gerade eben bin ich damit fertig geworden, mein Backpack zu packen. ๐ŸŽ’ Damit ich genügend Platz habe, habe ich die Dinge, die ich nicht mehr brauche, weggeschmissen oder verschenkt. Dazu gehören Kleidung, Schuhe, Kosmetik, Schlafsack, Vesperbox,... So wie ich einiges davon geschenkt bekommen habe und super brauchen konnte, können andere Backpacker das jetzt gut gebrauchen. Einen Teil der Kleidung ist nach dem Arbeiten im Sumpf aber so am Ende - das würde nie sauber werden. Auch alle meine Schuhe sind nicht gerade besser. Das musste ich definitiv im Mülleimer entsorgen. Zu meiner Überraschung ist mein Backpack jetzt aber halbleer. Damit hatte ich auch nicht gerechnet - aber gut, das bedeutet weniger zu tragen. ๐Ÿ’ช๐Ÿฝ

Morgen früh geht es dann wieder zum Flughafen โœˆ๏ธ in Melbourne und von dort aus über Shanghai nach Hause. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass meine Zeit hier unglaublich schnell, und meines Erachtens auch zu schnell vergangen ist. Sehr gerne würde ich noch länger die Welt ๐ŸŒ bereisen und viele weitere, aufregende Orte kennenlernen. Aber natürlich vermisst man nach der Zeit auch Einiges:

1. Tennis! ๐ŸŽพ So war es das erste Mal in meinem Leben, dass ich länger als zwei Wochen kein Tennis gespielt habe. Zu meiner eigenen Überraschung habe ich überlebt. Aber mir fehlt es schon etwas und ich freue mich schon darauf, wieder regelmäßig auf dem Court zu stehen. Auch fehlt mir der Sport im Allgemeinen. Ich fühle mich nicht wohl, wenn ich nicht regelmäßig Sport (Tennis, Fitness, Laufen) mache.
2. Essen! ๐Ÿ˜‹ Wenn man alleine reist, lohnt es sich vom Aufwand und vom Preis meistens garnicht, etwas zu kochen. Daher muss oft Fertigessen aus dem Supermarkt herhalten. Gerade das Frühstück ist oft problematisch. So habe ich seit sieben Wochen kein anderes Brot außer Toast auf meinem Teller gesehen. Ich freue mich definitiv auf leckere Brötchen und auch auf deutsches Essen allgemein, denn australisches Essen kann damit keines Wegs mithalten.
3. Getränke! ๐Ÿน Wenn man unterwegs ist, lebt man davon, seine Trinkflasche mit Leitungswasser aufzufüllen. Und dieses Wasser ๐Ÿ’ง ist zum Einem auf Dauer etwas langweilig, zum anderen aber teilweise auch grauenhaft! Gerade das Wasser in Alice Springs hat schlechter als ein Swimming Pool geschmeckt.
4. Meine Dusche! ๐Ÿ’ฆ Wie ja erst vorgestern beschrieben, sind die Duschen in Camps oder Hostels oft dreckig und man will immer so schnell es geht raus. Auch das Wasser war manchmal braun, die Temperatur ist kaum zu regulieren, und, und, und... Daher wird stundenlang Duschen eines der ersten Dinge sein, die ich zuhause machen werde.
5. Mein Bett! ๐Ÿ› Egal wo man schläft, zuhause schläft man doch am besten. Gerade Stockbetten sind auf Dauer lästig. Wenn man oben schläft, muss man ein kleines Kunststück hinlegen, wenn man nachts im Halbschlaf auf die Toilette muss. Wenn man unten schläft, wackelt das eigene Bett bei jeder kleinen Bewegung der Person, die oben schläft. Auch will ich langsam keine Schnarcher mehr im Zimmer haben. ๐Ÿ˜†
6. Mein Auto! ๐ŸŽ Auch wenn ich jetzt ja noch nicht so lange fahre, ist mir definitiv aufgefallen, wie nützlich ein Auto ist. Egal wann, von wo und wohin - man kommt immer an den Ort, an den man möchte. Gerade weil hier öffentliche Verkehrsmittel nicht so gut ausgebaut sind, sticht das einem noch viel mehr ins Auge.

Ich freue mich außerdem auch schon, meine Familie ๐Ÿ‘จ‍๐Ÿ‘ฉ‍๐Ÿ‘ง und all meine Freunde wiederzusehen. Ich werde mich nach meiner Ankunft noch einmal in meinem Blog melden und meine Australien-Reise reflektieren. Bis dahin wünsche ich euch zwei schöne Tage! Ich werde versuchen, etwas Sonne โ˜€๏ธ durch den Zoll zu schmuggeln. ๐Ÿ˜‰

13.03.18 - Kings Canyon โ›ฐ

Dienstag, 13.03.2018

Auch diese Nacht war wieder kurz, denn um 5 Uhr hat uns der Alarm der neben uns campenden Gruppe geweckt. โฐ Also ging es aus dem Schlafsack ins Badezimmer und zum Frühstück. ๐Ÿ˜ŠPünktlich zum Sonnenaufgang befanden wir uns dann auf dem Kings Canyon โ›ฐ - eine bekannte Schlucht aus Sandstein. Um nach oben zu gelangen, mussten wir erstmal eine riesige Felsentreppe bewältigen. Insgesamt waren wir auch zwischen fast vier Stunden auf dem Gebirge unterwegs ๐Ÿƒ๐Ÿผ‍โ™€๏ธ, da wir uns als Gruppe vom Tempo her an die Langsameren anpassen mussten. Die Felsen waren wirklich zu bestaunen! Man hat gesehen, an welchen Enden ganze Brocken weggebrochen sind; man hat unterschiedliche Gesteinsschichten erkannt und außerdem auch Fossile, denn die Gegend war früher mal ein Ozean. ๐ŸŒŠ Wir sind am Amphitheater, der verlorenen Stadt (beides Felsformationen) und dem Garden of Eden ๐ŸŒต vorbeigekommen. In letzterem gab es einen kleinen See, in dem sich Wasser ansammelt, aber man darf nicht darin schwimmen. Nach gefühlt einer Million Fotostopps, grenzwertigen Posen auf dem Rand der Schlucht und etlichen Aussichtspunkten war unsere Wanderung dann allerdings auch wieder zu Ende. Als wir im Bus saßen, bemerkte Alex (ein Amerikaner), dass ihm seine Wasserflasche, auf welcher er Aufkleber von verschiedenen Orten der Welt sammelt, fehlt. Deshalb hat er sich nochmal auf den Weg auf den Canyon gemacht und ist die ganzen Treppen hochgesprintet. ๐Ÿ˜ช Er kam völlig verschwitzt und ohne Trinkflasche wieder zurück zum Bus. Dann sind wir noch ein letztes Mal zum Campingplatz gefahren, um Mittag zu essen. Und was hat die Köchin gefunden? Alex seine Trinkflasche! Er hatte sie garnicht mitgenommen. ๐Ÿ˜‚ Zum Essen gab es leckere Burritos, bevor wir uns dann auf den Weg zurück nach Alice Springs machten ๐ŸšŒ - ca. 5 Stunden Fahrt.

Nachdem wir im Hostel angekommen sind und geduscht haben (ohne Käfer), ging es noch in einen australischen Pub. Wir haben uns zusammen mit der Reisegruppe dort noch zu einem Abschlussessen getroffen. ๐Ÿ˜‹ Als ich zur Bar gelaufen bin, war es allerdings schon etwas dunkel. Obwohl der Weg nicht weit war, war es trotzdem etwas unangenehm. Es hat ein Auto neben mir angehalten und die Männer haben mich gefragt, ob ich nicht einsteigen will. Aber mein „Nein“ haben sie zum Glück akzeptiert und sind weitergefahren. Das Treffen im Pub war wirklich nett. Die meisten sind auch gekommen und die Stimmung war super! ๐Ÿ˜ Mit der Reisegruppe hatte ich auch wirklich Glück - obwohl jeder komplett verschieden war, waren alle total aufgeschlossen. ๐Ÿ˜Š

Nach den anstrengenden Tagen freue ich mich aber auch wieder, in einem normalen Bett schlafen zu können und nicht um 5 Uhr aufstehen zu müssen. Also Gute Nacht! ๐ŸŒ 

12.03.18 - Ein frรผher Morgen

Dienstag, 13.03.2018

Zu Beginn: Leider konnte ich meinen Eintrag gestern nicht veröffentlichen, da es bei unserem Camp im Outback keine Internetverbindung gab.

Ich habe das Gefühl, dass ich meine Erlebnisse garnicht angemessen in Worte fassen kann, denn was ich hier erlebe, ist unbeschreiblich - und so auch meine letzte Nacht. ๐ŸŒ  Obwohl ich abends sehr müde war, wollte ich eigentlich garnicht schlafen. Ich lag in meinem dicken Schlafsack auf dem Boden und habe in die Sterne โญ๏ธ๐Ÿ’ซ geguckt, bis mich die Müdigkeit dann doch überwältigt hat. Als ich um 5 Uhr aufwachte, war mir erstmal ziemlich kalt und ich habe nun auch verstanden, dass die Nächte im Outback alles andere als warm werden - deswegen werde ich mich heute nicht so leichtbekleidet schlafen legen. ๐Ÿ™ˆ

Nach dem Frühstück ging es dann auch schon wieder zum Uluru, wo wir den ca. 10 Kilometer langen Basewalk um den Fels gemacht haben. ๐Ÿ’ช๐Ÿฝ Dabei haben wir natürlich den Sonnenaufgang ๐ŸŒ„ beobachtet. Es war erneut bewundernswert, was für eine rote Farbe der Fels dabei angenommen hat - hat schon fast so gestrahlt wie die Sonne. โ˜€๏ธ

Wie mein Onkel ja schon in den Kommentaren erwähnt hat, kann man den Uluru auch erklettern. Dazu braucht man aber ein gewisses Quäntchen Glück, denn bei zu hohen Temperaturen โ˜€๏ธ oder Wind ๐ŸŒฌ (theoretisch auch Regen, aber den gibt es dort ja eh nicht) wird der Fels geschlossen. Ich habe seit gestern Däumchen gedrückt, dass es heute möglich sein wird - und wir hatten Glück. ๐Ÿ˜ Das Beklettern des Ulurus wird von vielen sehr kritisch gesehen und letztes Jahr wurde gesetzlich vereinbart, das Climbing des Ulurus ab 2019 zu verbieten. Gerade deshalb wollte ich diese letzte Chance noch nutzen. Der hauptsächliche Grund des Verbots ist, dass der Fels für die Aborigines heilig ist und es als höchste Missachtung ihrer Kultur gilt, ihn zu erklettern. Daher sind auch überall Plakate, die besagen, dass man den Fels nicht besteigen soll. In meinen Augen ist es aber ein unglaublich schönes Gestein ohne Superkräfte, das “einfach” durch das Kollidieren von Kontinentalplatten entstanden ist und den man wie andere bekannte Gebirge ersteigen können sollte. Ein weiterer Grund für das Verbot ist, dass der Fels durch das Klettern immer glatter wird und somit schwieriger, ihn zu ersteigen. Ich muss auch ehrlich sagen, dass diese Aktivität eine gefährliche Angelegenheit sein kann. Es gibt keinerlei Sicherheitsvorkehrungen, nur am Anfang, wo die Steigung ca. 45 Grad beträgt, gibt es eine eiserne Kette, an der man sich hin und wieder festhalten kann. Außerdem kann man wirklich leicht abrutschen, weil man auf dem nahezu glatten Fels keinen Halt hat. So hat der Versuch, die Spitze des Ayers Rock zu erklimmen, bereits 36 Menschen das Leben gekostet.

Unsere Reisebegleiterin war etwas überrascht, da sie in ihrem Leben noch nie jemanden in der Gruppe hatte, der den Uluru besteigen wollte. ๐Ÿ™ˆ Aber das hat sich heute geändert. Ich habe mich mit Larissa und Clement auf den Weg nach oben gemacht, doch die beiden haben mich bald schon wieder verlassen und sind umgekehrt. Somit war ich dann alleine und obwohl ich noch keine einzige Klettererfahrung hatte ๐Ÿง—๐Ÿผ‍โ™€๏ธ, hatte ich definitiv meinen Spaß! Leider habe ich nicht auf die Uhr geguckt und weiß somit nicht, wie viel Zeit mich diese Aktivität gekostet hat. Aber als ich dann verschwitzt auf der Spitze angekommen bin, war ich schon etwas stolz auf mich. ๐Ÿ’ช๐Ÿฝ Die Aussicht war grandios ๐Ÿ˜ - über dutzende Kilometer nur australische Wüste! Auch war oben ein ganz angenehmer Wind ๐ŸŒฌ, der die Hitze (Es ist hier verdammt heiß!โ˜€๏ธ) etwas erträglicher machte. Auch den Weg zurück habe ich überstanden. Teilweise bin ich rückwärts, teilweise im sitzen und teilweise rennend den Rock herabgestiegen. ๐Ÿ™ˆ

Maddy, unsere Reisebegleiterin, hat mich bisschen später wieder vom Rock abgeholt und wieder zu der Gruppe gebracht. Nach einem leckeren Burger ๐Ÿ” im Camp begaben wir uns auf die Weiterfahrt ins Kings Canyon. Eine Pause legten wir an einem Salzwassersee ein, doch dieser war nahezu ausgetrocknet. Auch habe ich auf dieser Fahrt zum ersten Mal ein wildes Pferd ๐Ÿด und wilde Kamelherden ๐Ÿช gesehen.

Der Campingplatz hier ist eigentlich echt top - wir sind ziemlich abseits und eher für uns, aber mitten im Outback. ๐Ÿ˜Š Es gibt sogar einen Pool, in den wir einen Tauchewettkampf ausgeführt haben. ๐Ÿ’ช๐Ÿฝ Nach einem sehr leckeren Abendessen haben Larissa und ich uns auf den Weg ins Badezimmer gemacht, um zu duschen. Das hat uns so viel Überwindung gekostet und ich war die halbe Zeit in der Dusche nur am Schreien. Es war wirklich dreckig und die Anzahl der Tiere, mit denen ich geduscht habe, hat immer weiter zugenommen im Laufe meines Duschvorgangs. Da waren zwickende Käfer, eine Ameisenstraße ๐Ÿœ und man hat den Spinnen ๐Ÿ•ท beim Essen ihrer Beute zuschauen können. Ich war so froh, als ich draußen war. ๐Ÿ˜‚

Soeben haben wir uns den Sternenhimmel ๐Ÿ’ซ noch genauer angeschaut. Doch hier sind so viele Sternenbilder โญ๏ธ, dass es schon fast schwer ist, die zu unterscheiden. Besonders cool ist auch, dass man erkennt, welche Sterne explodiert sind und wir haben heute sogar eine andere Galaxie sehen können (aber natürlich sehr fern.) ๐ŸŒ  Auch heute folgt wieder eine Nacht unter Sternen und nach dem anstrengenden Tag werde ich bestimmt gut einschlafen. ๐Ÿ˜ด

11.03.18 - Time of my life

Sonntag, 11.03.2018

Guten Abend alle zusammen! Den Blogeintrag heute beginne mit dem Nachtrag von gestern:

Wie ich im Blogeintrag gestern schon erwähnt habe, leben im Northern Territory viele Aborigines. Ich habe mich im Vorfeld wirklich gefreut, nun auch mal einen Einblick in die Kultur der Ureinwohner Australiens zu bekommen. Dieser war allerdings kein positiver und hat mir viel zu denken gegeben. Während ich alleine durch die Straßen in Alice Springs gelaufen bin und auf viele Aborigines getroffen bin, fühlte ich Unbehagen. Ich hatte stets ein mulmiges Gefühl im Bauch, weil mir irgendetwas sagte, dass ich hier nicht willkommen bin. Obwohl ich ja mit meinen blonden Haaren und gebräunten Haut nicht wirklich anders aussehe als die hellhäutigen Australier, wurde mir von den Aborigines viele merkwürdige Blicke zugeworfen. Ich habe mich stets beobachtet und angepöbelt gefühlt und dass einem hinterhergeschrieen und hinterher gehupt wird ist wohl auch normal. Von einer gemeinsamen Australischen Kultur und der Integration der Aborigines konnte ich nichts sehen. Stattdessen aber zwei Parallelgesellschaften, die sich nicht vermischen und mit Ignoranz und Verachtung für die jeweils andere Seite aneinander vorbei leben. Wenn ich eine Interaktion beider Parteien beobachtet habe, wie zum Beispiel im Restaurant oder in Supermärkten, wurde oft mit den Augen gerollt und somit vermittelt, dass man genervt von seinem Gegenüber ist. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass die Aborigines als Verlierer der Globalisierung hervorgehen. Während sie in ihren Stämmen und der Natur ihre eigentliche Kultur ausleben konnten, sind sie in der Stadt den kapitalistischen Strukturen unterworfen. (Alle Unternehmen oder Läden sind zum Beispiel in der Hand von Weißen. Ich habe keinen Ureinwohner in einer höheren, beruflichen Position gesehen.) So bekommen sie zwar staatliche Unterstützung, aber viele sind arbeitslos und enden auf der Straße mit einem Haufen an Problemen. Der Konsum von Drogen und Alkohol gehört zum Alltagsleben dazu und überschreitet jegliche Grenzen.
Ich muss sagen, dass mir durch meinen Besuch in Alice Springs erstmal klar wurde, wie schwierig das Zusammenleben der beiden Volksgruppen ist. Das, was die Siedler in der Vergangenheit den Aborigines angetan haben, ist noch lange nicht vergessen. Aber auch der Umgang mit der Geschichte ist ein anderer als der in Deutschland - meiner Meinung nach fehlt es etwas an öffentlicher Präsenz und Auseinandersetzung mit dieser Thematik. Beispielsweise werden im australischen Schulsystem zu keiner Zeit die Geschichte der Ureinwohner und die eigenen Fehler im Umgang mit ihnen behandelt. Von Integration der Aborigines kann man trotz der großen finanziellen Unterstützung noch lange nicht sprechen und das wird meiner Meinung nach auch in den kommenden Jahrzehnten nicht möglich sein.

Heute morgen musste ich um 5.15 aufstehen und wurde anschließend vor meinem Hostel abgeholt. An der Haltestelle habe ich bereits ein Mädchen aus der Schweiz (Larissa) getroffen, die die selbe Tour wie ich macht und mit der ich mich super verstehe. Auch alle anderen Leute sind unglaublich cool - alle verschiedenen Nationen und Altersstufen (also ich bin natürlich die Jüngste.) Ich habe bisher schon mit so vielen Leuten geredet und die halbe Weltgeschichte durchdiskutiert. ๐Ÿ™ˆ

Während der Fahrt zum Uluru haben wir drei Pausen eingelegt - beispielsweise auch an einer Kamelfarm. So wusste ich nicht, dass Australien das Land mit den meisten Kamelen ist. Diese wurden ursprünglich aus Afghanistan importiert und haben sich unter den Gegebenheiten schnell verbreitet. ๐Ÿ˜Š

Als wir Uluru erreicht haben, haben wir den Cultural Centre der hier lebenden Aborigines (diese sind offiziell auch die Besitzer des Landes) besucht.

Anschließend sind wir zum Valley of the winds gefahren, wo sich die Kata Tjuta befindet (auch als Olgas bekannt). Das sind einige, aneinandergereihte Felsen. Diese sind sogar höher als der Eiffelturm und zu meiner Überraschung wächst sogar etwas grünes Gras auf den Felsen. ๐Ÿ™ˆ

Abends sind wir natürlich nochmal zum Uluru (auch Ayers Rock) gefahren, um den Sonnenuntergang ๐ŸŒ„ zu bestaunen. Währenddessen gab es Wein und Häppchen zu Essen. Es war wirklich originell und die Farbe des Horizonts sehr bewundernswert. ๐Ÿ™ˆ Ich habe viel zu viele Fotos gemacht und vermutlich jede Farbstufe des Ulurus auf meinem Handy.

Als wir dann zu unserem Camp zurückgekehrt sind, wartete bereits ein Candle-light-dinner auf uns! Ein Aussie Barbecue in freier Natur, welches unglaublich lecker war, war angesagt. ๐Ÿ˜‹ So sind zwei Betreuer mit unserer Touristengruppe unterwegs: Einmal die Fahrerin, die auch der Guid ist, und dann noch eine extra Köchin - sehr praktisch!

Heute Nacht werde ich unter freiem Himmel schlafen und die Sterne bewundern. Ich habe noch nie solch einen Nachthimmel gesehen! In Australien sieht man ganz viele Sterne, die wir auf der nördlichen Erdhalbkugel nie zu Gesicht bekommen. Auch ist der Himmel so klar, dass man die Milchstraße erkennen kann. Ich bin gerade unglaublich entzückt und aufgeregt, nur leider kann ich die Emotionen auf diesem Weg kaum ausdrücken. Ich freue mich unglaublich auf die Nacht und hoffe, dass es keinen unerwünschten Besuch von Skorpionen oder Schlangen gibt. ๐ŸŒ 

10.03.18 - Reise ins Northern Territory

Sonntag, 11.03.2018

Nach vier Stunden Schlaf hat mein Wecker โฐ geklingelt, aber ich habe es überraschend gut hinbekommen, aus dem Bett zu kriechen. Heute standen ja einige Etappen an. Nachdem ich fertig gepackt habe, bin ich zum Bahnhof gelaufen, von welchem aus ich einen Zug ๐ŸšŠ zum Flughafen Brisbane genommen habe. Bis dahin lief alles gut, ich habe eingecheckt und saß bereits im Flugzeug โœˆ๏ธ, als die erste Durchsage kam: Wegen eines technischen Defekts an unserer Maschine können wir nicht starten und müssen auf Elektriker warten. Super - nach 1.5 Stunden Verspätung sind wir gestartet. Der Flug ist eigentlich ganz normal verlaufen und ich habe auch immer wieder für etwas Unterhaltung gesorgt, weil ich mich bei jedem Aufstehen mit dem Kopf an der Decke angeschlagen habe. (Das war ca. fünf Mal.) Und da ich ganz vorne im Flugzeug saß, hat das auch immer jeder schön gesehen und sich daran erheitert. ๐Ÿ˜‚๐Ÿ˜‰

Bei der Landung war ich komplett hin und weg von der Landschaft. ๐Ÿ˜ Alice Springs liegt mitten im Nichts und neben der Wüste und Bäumen ๐ŸŒณ gab es nicht mehr zu sehen. Vor meiner Ankunft hatte ich mich ja darüber gewundert, wieso es keine öffentlichen Verkehrsmittel vom Flughafen zur Stadt gibt. Bei meiner Ankunft hat sich diese Frage aber gleich erledigt und ich musste sie selbst belächeln. Im Nirgendwo braucht man eben keinen öffentlichen Verkehr und es ist sowieso niemand da, der den in Anspruch nehmen könnte. ๐Ÿ˜‚ Aber es gibt ja den Shuttle-Service in die Stadt: ein uralter Kleinbus mit einem kleinen Anhänger für das Gepäck. Das war definitiv ein witziger Anblick.

Ein weiterer verwirrender Aspekt ist die Zeitzone hier. So ist es bei mir 8.5 Stunden später als in Deutschland. Und bitte fragt nicht, warum die Australier halbe Stunden eingeführt haben. ๐Ÿ˜‚

Nach meiner Ankunft im Hostel bin ich in das Museum des Royal Flying Doctor Service โœˆ๏ธ gegangen. Dieser hat seinen Sitz nämlich in Alice Springs und dient dazu, die medizinische Versorgung der im Outback lebenden Menschen zu garantieren. Das ist eine wirklich beeindruckende Sache und es war toll zu sehen, was dadurch alles bewirkt werden kann - Menschenleben retten.

Danach bin ich zum Anzac Hill gelaufen. Das ist ein kleiner Hügel, von dem aus man eine gute Sicht auf die Stadt hat. Ich fand es wirklich spannend, jetzt einmal vom Aussichtspunkt nicht auf Skyscraper zu blicken, sondern nur auf kleine Hütten! ๐Ÿ˜Š

Außerdem wollte ich noch erzählen, dass in Alice Springs hauptsächlich Aborigines leben. Während ich an der Ost-/Südküste keine Einflüsse der Ureinwohner Australiens beobachten konnte, sind davon hier sehr viele. Dazu habe ich aber so viel zu erzählen, dass ich das auf morgen verschieben muss. Ich habe mich mit meinen Zimmermitbewohnerinnen total verquatscht, dabei erwartet mich wieder eine so kurze Nacht und ich sollte noch einiges an Schlaf nachholen. Deswegen, Gute Nacht! ๐Ÿ˜Š

PS: Morgen geht es für mich ins Outback und ich weiß nicht, ob ich dort Internetempfang haben werde. Ich hoffe aber, dass es klappt und ich bloggen kann. ๐Ÿ˜Š

09.03.18 - Busy Day

Samstag, 10.03.2018

Heute wollten wir nach dem Aufstehen direkt unsere Sachen packen und die Zelte โ›บ๏ธ abbauen, doch währenddessen hat es angefangen zu regnen. ๐Ÿ’ฆ Die Zelte waren somit komplett nass und wir wollten sie trocknen lassen. Daher ging es direkt zur Arbeit. Heute war der große Tag der Baumpflanzaktion ๐ŸŒณ und neben uns kamen ganz viele lokale Freiwillige - die meisten Renter, die sich in ihrer freien Zeit für den Naturschutz einsetzen. Somit waren wir eine ziemlich große Gruppe und das Pflanzen der 1600 Bäume ging schnell voran. Es hat auch wirklich Spaß gemacht, die vor einer Woche angefangene Arbeit zum Abschluss zu bringen. ๐Ÿ’ช๐Ÿฝ Ich habe die größte Zeit auf den Sanddünen verbracht, die ebenfalls bepflanzt werden mussten. Das war definitiv der beste Arbeitsplatz, den man sich vorstellen kann. ๐Ÿ˜

Danach ging es zurück zum Campingplatz ๐Ÿ•, um unser Lager abzubauen. Doch gerade als wir dabei waren, hat es wieder mit regnen ๐Ÿ’ฆ angefangen und die Zelte waren wieder komplett nass. Es war wirklich eine Sauerei, die nassen und dreckigen Zelte einzupacken. Zum Abschluss der Projektwoche hat unser Teamleader Luis uns noch Pommes am Strand gekauft und dann mussten wir uns nach einer tollen Woche auch schon wieder von Bribie Island verabschieden. ๐Ÿ™ˆ

Luis hat uns alle am Hostel in Brisbane abgesetzt. Stella und ich hatten uns noch fest vorgenommen, in den Pool auf der Dachterasse zu gehen und haben das auch durchgezogen. ๐Ÿ˜Š Die Aussicht von da aus auf die Stadt ist wirklich grandios. Wir waren heute nachmittag aber total im Stress und hatten noch viel zutun. Danach haben wir nämlich unsere Wäsche in die Maschine getan, doch leider war sie nach einem Trockendurchgang noch nicht trocken und wir haben einen weiteren in Anspruch genommen. Anschließend haben wir uns noch an der vom Hostel aus organisierten Bar-Night beteiligt und sind mit anderen Backpackern in einige Bars gegangen. ๐Ÿ™ˆ Die Leute waren größtenteils nett, aber die Clubs waren nicht so toll. ๐Ÿ˜ฌ Somit sind wir früh wieder ins Hostel zurückgekehrt. Leider war unsere Wäsche noch immer nass und gerade ist sie im vierten Trockendurchgang. Ich fliege โœˆ๏ธ in einigen Stunden ja weiter und bis dahin sollte sie trocken sein. Die letzten Stunden verbringe ich noch mit Stella und Jules, die Freunde aus der Freiwilligenarbeit. Aber bald muss ich mich dann auch von ihnen verabschieden und mich alleine auf meine weitere Reise begeben. ๐Ÿ™ˆ

08.03.18 - Letzter Strandtag in Australien ๐ŸŒŠ

Donnerstag, 08.03.2018

Die Arbeit ๐Ÿ‘ฉ๐Ÿผ‍๐ŸŒพ ist ähnlich verlaufen wie die letzten Tage. So war sie geprägt von Regenpausen ๐Ÿ’ฆ und unseren effektiven Arbeitsphasen während Sonnenschein.โ˜€๏ธ Der Waldabschnitt ist jetzt zumindest flächenweise von Unkraut befreit und morgen startet dann die große Wir-pflanzen-1500-Bäume-Aktion. ๐ŸŒณ Wir bekommen Verstärkung von lokalen Freiwilligen und ich bin wirklich gespannt, ob das eine realistische Zielsetzung an zu-pflanzenden Bäumen ist. ๐Ÿ™ˆ

In der Mittagspause sind wir etwas am Strand entlang geschlendert und haben erfolgreich nach zwei Geocaches gejagt. ๐Ÿ’ช๐Ÿฝ

Nach der Arbeit wollten Stella und ich noch unbedingt zum Strand, da wir bisher noch nicht auf Bribie Island baden ๐ŸŒŠ waren. Gerade da hat es aber angefangen, total zu schütten und auch stürmisch zu werden. ๐ŸŒฌ Davon haben wir uns allerdings nicht abhalten lassen und sind trotzdem schwimmen ๐ŸŠ๐Ÿผ‍โ™€๏ธ gegangen. Es war eigentlich ganz angenehm, da das Wasser wärmer war als die Außentemperatur. ๐Ÿ˜ Kurz nachdem wir ins Wasser gegangen sind, hat uns ein Mann, der auch im Wasser war, angesprochen. Er war sich nicht sicher, aber meinte, einen Hai gesehen zu haben und riet uns, erstmal im flachen Wasser zu bleiben. Wir haben danach aber keinen mehr gesichtet. ๐Ÿ™ˆ

Das nächste Erlebnis des Tages war ein Anruf einer mir unbekannten, australischen Nummer. So rief der Reiseveranstalter meiner Tour ins Outback an und teilte mir mit, dass diese gecancelt wurde - Super. Die Tour, die Hostels und Hin- und Rückflug sind bereits gebucht... Jetzt versucht der Veranstalter, mich bei einem anderen Reiseunternehmen unterzubringen, da ich von dem Datum meiner Reise wegen meiner gebuchten Flüge nicht abweichen kann. Hoffentlich klappt das auch! ๐Ÿ™๐Ÿฝ

Heue Abend haben wir leckere Burritos zum Essen gemacht. ๐Ÿ˜‹ Gerade eben haben sich Will (mein Freund aus Newcastle) und Jules (der französische Volunteer) verabschiedet, da sie das Projekt einen Tag früher beenden. Von Will muss ich mich somit ja schon zum zweiten Mal verabschieden. ๐Ÿ˜‰ Er tritt morgen zu seiner Weiterreise nach Byron Bay an und Jules kam etwas mit dem Gesetz in Konflikt und muss sich morgen vor Gericht verantworten. ๐Ÿ™ˆ Beim Abschied gab es allerdings noch einen ganz witzigen Vorfall. So hat Jules die kulturellen Differenzen zwischen Japanern und Franzosen nicht beachtet und als er sich von Hina mit Küsschen verabschieden wollte, hat diese sehr beängstigt und geschockt reagiert. ๐Ÿ˜‚

Heute verbringen wir die letzte Nacht in Zelten auf Bribie Island und morgen geht es für uns alle zurück nach Brisbane. ๐Ÿ˜Š

07.03.18 - Auf Erkundungstour ๐Ÿ

Mittwoch, 07.03.2018

Auch wenn es diese Nacht nicht geregnet hat, sind Stella (meine Zeltmitbewohnerin) und ich aufgrund des lauten Windes ๐ŸŒฌ immer wieder aufgewacht. Und jedes Mal habe ich befürchtet, dass unser Zelt โ›บ๏ธ weggeweht wurde, was glücklicherweise nicht geschehen ist.

Während der Arbeit kamen immer wieder dunkle Wolken โ˜๏ธ auf und erste Regentropfen fielen, sodass wir sicherheitshalber eine Pause mehr als gewöhnlich eingestreut haben. Das Wetter hat glücklicherweise aber bis zum Ende der Arbeit gehalten. ๐Ÿ˜Š Mittlerweile haben wir schon einige unkrautfreie Flächen geschaffen, auf welchen wir am Freitag mit dem Bäumepflanzen ๐ŸŒณ anfangen können.

Eigentlich wollten wir heute unbedingt an den Strand und ins Wasser ๐ŸŒŠ gehen. Aber leider war das Wetter ja wieder nicht gut genug dazu. Daher sind wir mit unserem Teamleader Luis zum anderen Ende der Insel gefahren (ca. 10 Minuten Fahrt, also wirklich nicht weit ๐Ÿ˜). Dort sind wir erstmal durch die Straßen geschlendert, haben einen Milchshake getrunken und anschließend den Strand entlang spaziert. An dieser Stelle muss ich nochmal betonen, wie schön die Strände dieser Insel ๐Ÿ sind - menschenleer, weicher Sand, ruhiger Ozean,... ๐Ÿ˜ Ich hoffe wirklich, dass wir morgen etwas schwimmen können. ๐ŸŠ๐Ÿผ‍โ™€๏ธ Außerdem waren wir in einem Museum über Bribie Island - erste Einwohner, die Insel im Krieg, Entwicklung, Vegetation,... Es war ein kleines, aber wirklich interessantes Museum. ๐Ÿ˜Š

Als wir dann wieder zurück fahren wollten, sprang unser Truck nicht mehr an. Luis hatte vergessen, das Licht auszuschalten und somit war die Batterie leer. ๐Ÿ˜ฑ In der Stadt hat der Besitzer des Buchladens, welchen er allerdings garnicht kannte, ihm einfach seinen Autoschlüssel gegeben, damit Luis damit zum Parkplatz fahren und unseren Truck zum Anspringen bringen konnte! Das ist ein gutes Beispiel für dir Hilfsbereitschaft und Offenheit der Australier! ๐Ÿ‘๐Ÿฝ Man vertraut sich blind und leiht sogar einem Fremden, dessen Namen man nicht mal kennt, sein Auto ๐Ÿš— aus. Auch wenn es erstmal nicht ganz klappen wollte, am Ende sprang der Wagen an und wir konnten weiter zum Einkaufen fahren. Wenn neun hungrige Leute aus einem Kühlschrank leben wird dieser wirklich verdammt schnell leer! ๐Ÿ˜Š

Heute waren unsere vier japanischen Gruppenmitglieder mit den Kochen dran. Es gab ein japanisches Reisomelett, was ich zuvor nicht kannte, aber wirklich sehr lecker war. ๐Ÿ˜‹ Da ich mal wieder ziemlich müde von den Tag bin, freue ich mich schon auf mein Bett. Euch wünsche ich noch einen schönen restlichen Tag! ๐Ÿ˜Š

06.03.18 - Rain in paradise ๐Ÿ’ฆ

Dienstag, 06.03.2018

Während der Nacht hat es unglaublich stark geregnet ๐Ÿ’ฆ und wir sind aufgewacht, da das Prasseln des Regens auf unser Zelt โ›บ๏ธ laut wie eine Trommel war. Eigentlich war es aber ganz gut, dass wir aufgewacht sind, denn unsere Zelttüre war noch nicht geschlossen und es hat hereingeregnet. ๐Ÿ˜‚ Ansonsten sind die Zelte aber wirklich dicht und können dem starken Regen gut standhalten.

Heute morgen ging es für uns bereits um 7 Uhr โฐ zur Arbeit, damit wir nachmittags etwas früher Schluss machen konnten. Dort wo wir heute gearbeitet haben, war allerdings so viel Unkraut, sodass wir trotz großem Fleiß am Ende nur eine geringe Fläche bearbeitet hatten. Außerdem ist die Prozedur, um das Unkraut zu beseitigen, auch sehr zeitaufwändig. Erstmal muss man die Büsche aus der Erde schlagen, anschließend die Äste und Wurzeln abtrennen, danach die Wurzelkrone entfernen und in eine Tüte stecken und letztendlich noch alle Beeren (die werden nämlich zu Samen) von den Ästen pullen und auch in die Tüte packen. Wenn man das nicht alles macht, kann dieses Unkraut zu leicht wieder wachsen.

Als es anfing zu regnen haben wir unsere Arbeit beendet und sind zum Camp zurückgekehrt. ๐Ÿ• Eigentlich wollte ich an den Stand gehen und etwas schwimmen ๐ŸŠ๐Ÿผ‍โ™€๏ธ, aber bei dem Wetter war das unmöglich. Außerdem haben wir gestern zwei Flossen aus dem Wasser ragen sehen und haben etwas Bedenken, dass dies Haie ๐Ÿฆˆ sein könnten. Unser Teamleader meine aber, dass Delfine ๐Ÿฌ wahrscheinlicher wären als Haie. Am Nachmittag stand somit nicht viel Programm an. Internet ist hier schwer zu finden und Outdoor-Aktivitäten fielen auch weg, somit habe ich bisschen gelesen. ๐Ÿ“–

Heute Abend habe ich wieder fleißig beim Kochen geholfen und das Essen ist uns definitiv geglückt. Hoffentlich wird die Nacht halbwegs trocken und erholsam. ๐Ÿ˜Š

05.03.18 - Ankunft auf Bribie Island ๐Ÿ

Montag, 05.03.2018

Heute morgen ist es mir definitiv geglückt, Will zu überraschen: Als er die Treppe runterkam, habe ich ihm die Hand geschüttelt und mich als neuer Volunteer vorgestellt. Er hat erst etwas verdutzt geguckt, dann aber kapiert und mich lachend begrüßt. ๐Ÿ˜Š

Nach einer Stunde warten auf den Teamleader ging es mit dem Truck nach Bribie Island, eine kleine Insel ๐Ÿ 1,5 Autostunden nördlich von Brisbane. Hier übernachten wir auf einem Campingplatz und sind auf Zelte angewiesen. ๐Ÿ• Obwohl meine Camping-Erfahrung sich in Grenzen hält, finde ich das eigentlich ganz cool (solange das Wetter mitmacht.) โ˜€๏ธ Den Vormittag haben wir dann damit verbracht, die Zelte โ›บ๏ธ und Betten ๐Ÿ› aufzubauen, Essen zu sortieren,... Ich teile mir das Zelt mit Stella, ein 18-jähriges Mädchen aus London. Außerdem sind neben uns und Will noch ein Franzose und vier Japaner hier. Auf der Campinganlage ist sogar ein 5 auf 5 Meter großes Tennisfeld ๐ŸŽพ (fragt nicht, warum man ein Feld mit grottenfalschen Maßen baut) und an der Rezeption kann man zwei Schläger ausleihen - nur sind die leider ohne Griff, die Bespannung weich wie nochmal was und schon gerissen. ๐Ÿ˜‚ Das was wir versucht haben zu spielen war auf jeden Fall kein Tennis - es war grauenhaft.

Danach haben wir noch etwas gearbeitet. ๐Ÿ‘ฉ๐Ÿผ‍๐ŸŒพ So arbeiten wir in einem Wald ๐ŸŒณ direkt neben dem Strand - eine tolle Location. Der Strand ist traumhaft, das Wasser ganz ruhig und der Wald voller Moskitos. Unsere Arbeit besteht diese Woche daraus, ein vor einem Jahr angefangenes Projekt aufzufrischen, indem wir in der Gegend den Müll einsammeln, Unkraut jäten und einige Pflanzen einsetzen. Die zwei Unkrautsorten von heute waren mir übrigens schon bekannt. ๐Ÿ’ช๐Ÿฝ Allerdings ist es hier so schwül, dass man in der Hitze fast zergeht und grundsätzlich einen Schweißfilm auf der Haut trägt. ๐Ÿ’ฆ

Nachdem wir noch einkaufen gegangen sind, haben wir gekocht. ๐Ÿ˜‹ Es gab Hamburger, Würstchen, Süßkartoffel-chips und Kartoffelsalat. Am Ende war es viel zu viel und obwohl jeder am Platzen war, war so viel Essen übrig.

Abends hat es dann angefangen zu regnen. ๐Ÿ’ฆ Zwar hat sich diese Abkühlung sehr gut angefühlt, aber beim Zelten ist es nicht so praktisch. Ich hoffe, dass die Nacht ohne Klimaanlage und mit Moskitos auszuhalten sein wird. ๐Ÿ™ˆ

04.03.18 - Welcome to Brisbane ๐ŸŒ†

Sonntag, 04.03.2018

Die Nacht war heute ziemlich durchwachsen. So sind im meinen Hostelzimmer zwischen 12 und 2 Uhr gefühlt alle fünf Minuten meine Mitbewohner rein und rausgelaufen und haben Krach gemacht. ๐Ÿ˜ž Und um 3.30 Uhr klingelte dann mein Wecker. โฐ Höchst unausgeschlafen ๐Ÿ˜ด machte ich mich zu Fuß auf den Weg zum Bahnhof, von welchem mein Bus ๐ŸšŒ zum Flughafen fuhr. Der erste kleine Schock war, als ich sah, dass die Maschine, die um 7.00 Uhr nach Brisbane fliegt โœˆ๏ธ, gestrichen wurde. Glücklicherweise war das aber nicht meine Airline, die ebenfalls um 7.00 abflog. Der Flug war vermutlich ganz gut, allerdings habe ich den komplett verschlafen. ๐Ÿ™ˆ So dauerte der Flug zwei Stunden, aber durch die Zeitverschiebung landete ich um 8 Uhr in Brisbane. (Fragt mich nicht, warum es in Melbourne später als in dem östlicher gelegenen Brisbane ist - die australischen Zeitzonen sind ein Rätsel. ๐Ÿ˜‚) Als ich aus der Maschine stieg, hat mich noch mehr als die Uhrzeit aber die Temperatur überrascht. Obwohl es so früh war, waren da schon 30 Grad โ˜€๏ธ - und so blieb es den ganzen Tag über.

Mein Hotel ist wirklich gut! So habe ich zum ersten Mal eine Toilette und eine Dusche in meinem Zimmer. Allerdings hat es unverschämt viel Geld gekostet, mein Gepäck bis zum Check in im Hotel zu deponieren. Ich finde das äußerst gemein, Backpacker auf solchen Wegen das Geld aus der Tasche zu ziehen. ๐Ÿ˜ก

Da ich den Tag in Brisbane gezielt nutzen wollte, um einen Eindruck von der Stadt zu bekommen, bin ich durch die Hauptstraße geschlendert und zu den bekannten South Bank Parklands gegangen. Auf dieser Fläche wurde 1988 die Expo veranstaltet, durch die Brisbane erstmals internationale Aufmerksamkeit bekam und die aus einer recht unbekannten Stadt eine Metropole machte. ๐Ÿ™ Heute dient die Fläche als Freizeitpark. Durch die optimale Lage direkt am Brisbane River und der Skyline im Hintergrund ist der Ort von Grund auf schon schön. Zudem sind da aber viele grüne Parks ๐ŸŒณ, Spielplätze, Pools, nette Läden und Restaurants und das Highlight: eine künstlich angelegte Lagune mit Strand ๐Ÿ! Da das Wetter optimal war, habe ich den Tag hauptsächlich dort verbracht und habe mir auf dem Markt nebenan etwas zu Essen gekauft. Anschließend bin ich mit dem Riesenrad gefahren, um auch Brisbane mal von oben zu sehen. ๐ŸŒ† Dieses war fast komplett leer und ich hatte meine eigene Gondel. ๐Ÿ˜ Ich fand es abwechslungsreich, mal nicht auf einen Turm steigen zu müssen, um eine Stadt von oben sehen zu können. ๐Ÿ˜Š Gegen Abend zog dann ein klassisches Sommergewitter auf, was mich allerdings garnicht störte. Nach der Hitze war der Regen ๐Ÿ’ฆ sehr angenehm, während ich zum Hostel zurücklief.

Ich muss sagen, dass mir der Tag in Brisbane sehr gut gefallen hat! So ist Brisbane zwar nicht die krasseste Stadt Australiens, aber die South Bank Parklands sind der perfekte Ort, um die Atmosphäre der Stadt aufzufangen und etwas zu entspannen. ๐Ÿ˜Š

Morgen startet meine letzte Woche Freiwilligenarbeit, auf die ich mich sehr freue. So ist Willem, ein Freund von mir aus Newcastle, gerade auch in dem Projekt hier und ich habe ihm nicht erzählt, dass ich ab kommender Woche dazu stoße. Damit wollte ich ihn morgen früh überraschen. Allerdings bin ich ihm im Hostel schon über den Weg gelaufen und musste mich in der Küche verstecken, damit die Überraschung morgen noch gelingt. ๐Ÿ˜‚ Das war eine sehr verzwickte Situation, aber ging ja noch gut.

Liebe Grüße nach Hause! ๐Ÿ˜Š

03.03.18 - Unterwegs auf der Great Ocean Road ๐ŸŒŠ

Samstag, 03.03.2018

Heute morgen habe ich mit meinem frühen Wecker โฐ meine Zimmerkameraden zwar etwas beim Schlafen gestört ๐Ÿ˜ด, aber glücklicherweise nicht aufgeweckt. Auch die Herausforderung, von meinem Stockbett herunter zu kommen, konnte ich glücklicherweise meistern. ๐Ÿ’ช๐Ÿฝ (Wie gesagt, das Hostel ist nicht das beste und leider haben die das Bett mit der Leiter zur Wand aufgestellt, sodass der oben-schlafend im Halbschlaf eine kleine Turnnummer hinlegen muss, um in oder aus seinem Bett ๐Ÿ› zu kommen.) Für heute hatte ich eine Tour auf der Great Ocean Road geplant und das Wetter war mit 32 Grad sehr passend dafür. So hat mich mein Bus ๐ŸšŒ am Hostel abgeholt und los ging es. Während der Hinfahrt war ich wirklich so müde, dass ich fast die ganze Zeit geschlafen habe ๐Ÿ˜ด und nicht viel von den Anmerkungen des Reiseführers mitbekommen habe. Nach einem kurzen Halt zum Morning tea โ˜•๏ธ an einem schönen Strand und einem Fotostopp am Memorial Arch, dem Beginn der Great Ocean Road, ging es auf eine der bekanntesten Straßen der Welt. ๐ŸŒŽ

Anschließend hielten wir noch in Kennett River an, wo wir einen wild-lebenden Koala ๐Ÿจ und viele kunterbunte Papageien sehen konnten. Einer hat sich mir sogar auf den Arm gesetzt - sehr süß. ๐Ÿ˜ Nächster Halt war in dem bekannten Fischerdorf Apollo Bay, wo es dann auch was zum Mittagessen gab. ๐Ÿ˜‹ Das war ein wirklich schöner Fleck mit schönen Bummelstraßen und tollen Stränden. Ein weiterer schöner Ort war aber der Otway’s Rainforest. ๐ŸŒณ Als wir auf dem Holzpfad durch den Wald geschlendert sind, war es allerdings ziemlich kühl, da 97 Prozent des Sonnenlichtes โ˜€๏ธ von den dichten Baumkronen abgefangen werden. Trotzdem waren die riesigen Bäume mit monströsen Stämmen sehr beeindruckend.

Nach diesen ganzen Stopps ist die Vorfreude auf das eigentliche Highlight der heutigen Reise definitiv gestiegen. ๐Ÿ˜ Als es dann soweit war und wir den Campbell-Nationalpark erreicht hatten, hat mich die Sicht einfach umgehauen. Angefangen mit der Loch Ard Gorge - einer wundervollen Schlucht ๐ŸŒŠ mit einem wundervollen Strand dazwischen. Daneben steht noch der London Arch, ein Felsbogen. Zu gerne wäre ich an diesem Ort ins Wasser gesprungen und hätte die Aussicht noch etwas länger genossen, aber die Tour ging ja zügig weiter, damit man auf jeden Fall alle wichtigen Attraktionen sehen kann. ๐Ÿ™ˆ

Unweit von diesem schönen Ort stehen sie nämlich in Reihe und Glied - the twelve Apostles.๐Ÿ—ฟ Das sind Kalksteinformationen, die nahe der Küste aus dem Ozean ragen. ๐ŸŒŠ Hier sollte ich vielleicht klarstellen, dass es niemals zwölf Apostel waren. Es waren immer neun, bis im Jahr 2016 einer kollabiert ist. Durch Erosion wird es in der kommenden Zeit leider mehreren Aposteln so ergehen. Nachdem meine zwei neuen Reisebekanntschaften (dazu gleich mehr) an jeden guten Aussichtspunkt Bilder ๐Ÿ“ท von mir schießen mussten und wir alle möglichen Wege entlang geschlendert sind, waren wir gerade so rechtzeitig wieder am Bus, mit welchem es dann zurück Richtung Melbourne ging. Mal wieder war es ein äußerst gelungener Tagesausflug und dieses Land kann mich mit seiner zauberhaften Natur immer wieder aufs Neue überraschen! ๐Ÿ˜Š

Nun zu meinen Reisebekanntschaften: Während der Busfahrt ๐ŸšŒ habe ich natürlich wieder neue Leute kennengelernt- Florian aus Dortmund, 20, auch nach dem Abi und Brian aus Canada, 25, schließt in zwei Monaten sein Medizinstudium in den USA ab. Somit hatte ich immer jemanden, mit dem ich mich unterhalten und der Fotos schießen konnte. ๐Ÿ˜‰ So möchte ich an dieser Stelle nochmal betonen, dass alleine reisen alles andere als schwierig ist. Ich habe mich während der letzten Wochen kein einziges Mal alleine gefühlt, da man mit etwas Offenheit und Aufgeschlossenheit so leicht neue Bekannten schließen kann. ๐Ÿ˜Š Außerdem trifft man so unterschiedliche Menschen aus verschiedenen Ländern und die aus ganz unterschiedlichen Gründen hier sind - hoch interessant. ๐Ÿ™ˆ Und ich habe bisher noch keine negative Erfahrung gemacht. Jeder, mit dem ich ins Gespräch kam, hat voller Freude seine Erfahrungen mit mir geteilt und ich mache sowas ja sowieso gerne. ๐Ÿ˜Š

Wenn ich jetzt ins Hotel komme, muss ich mich allerdings etwas sputen. Ich muss noch einiges planen, packen und mich auf meinen Flug morgen vorbereiten. Um 7 Uhr früh startet nämlich meine Maschine nach Brisbane. ๐Ÿ™ˆ Sieht so aus, als würde es wieder eine kurze Nacht werden. Allerdings werde ich mit den Erinnerungen des gelungen Tages heute und der Vorfreude auf meine Reise nach Queensland sicherlich gut schlafen können! ๐Ÿ˜Š

02.03.18 - Zurรผck in Melbourne

Samstag, 03.03.2018

Hallo ihr Lieben!
Heute morgen haben wir mit den anderen Volunteers und der Teamleaderin Rosemary einen Ausflug nach Port Fairy gemacht - einer süßen, kleinen Stadt an der Südküste. ๐ŸŒŠ Nachdem wir durch due Straßen geschlendert sind und den Strand besucht haben, mussten wir leider zu früh wieder gehen. Quincy und ich mussten rechtzeitig am Bahnhof ๐ŸšŠ sein, da es für uns heute aus Warrnambool zurück nach Melbourne ging.
Mein Hostel ist dieses Mal nicht so überragend, aber die Leute in meinem Zimmer sind mal wieder unglaublich nett! Vor lauter Reden komme ich kaum zum schlafen. ๐Ÿ™ˆ
Heute Abend habe ich mich noch mit Quincy verabredet. So sind wir zusammen essen gegangen und durch die Stadt geschlendert. Ohne Quincy wäre ich im Freiwilligenprojekt immer wieder verloren gewesen, aber so hatte ich immer jemanden zum Reden (das war mit den anderen ja etwas schwieriger). ๐Ÿ˜ Auch heute hatten wir so interessante Gespräche über Politik. Es ist so interessant zu sehen, was für eine Weltanschauung ๐ŸŒŽ jemand hat, der am anderen Ende der Welt aufgewachsen und zur Schule gegangen ist. So war der Abschied von Quincy garnicht so leicht, aber ich wünsche ihm eine tolle Zeit in Neuseeland. ๐Ÿ˜Š
Langsam sollte ich mich schlaffertig machen und auf meinen Ausflug zur Great Ocean Road vorbereiten. Ich freue mich schon unglaublich darauf.
Gute Nacht! โญ๏ธ

01.03.18 - Letzter Tag im Wannon Scout Camp

Donnerstag, 01.03.2018

Heute sind wir wieder alle zusammen zum Mocamboro state forest ๐ŸŒณ gefahren, wo wir auch schon die letzten Tage gearbeitet haben. Für mich war es der letzte Arbeitstag in diesem Projekt in Wannon. Da es gestern Abend geregnet hat, war das Gras, welches teilweise größer als wir war, etwas nass ๐Ÿ’ฆ - und wir somit auch. Da wir die Aufgaben ja immer rotierten, hatte ich heute neben Rucksack tragen die leichteste Aufgabe: die mit Glyphosat behandelten Bäume mit Farbe markieren, damit wir wissen, welche Bäume bereits vernichtet wurden. Dabei habe ich meiner Kreativität freien Lauf gelassen und von Herzen โค๏ธ, über meine Initialen bis hin zu der Mona Lisa alles mögliche auf die Bäume gemalt. ๐Ÿ˜‰
Ich war heute allerdings so müde, dass ich während der Mittagspause auf einer Wiese eingeschlafen bin. ๐Ÿ™ˆ

Nach der Arbeit gab es noch Einiges “zuhause” zutun -duschen, packen, kochen und putzen. Morgen werden mein amerikanischer Freund Quincy und ich dieses Projekt verlassen, während die japanischen Mädchen noch eine Woche bleiben. Zum Abschied hat mir eine sogar einen japanischen Sushi-Schlüsselanhänger geschenkt. ๐Ÿ™ˆ

Ich muss sagen, dass ich meine Zeit in Wannon gespalten sehe. Einerseits war es schon ganz schön taff, mit diesen hygienischen Verhältnissen, Taranteln ๐Ÿ•ท und der Lage im nirgendwo umzugehen. Andererseits war es aber mal eine ganz andere Erfahrung, so abseits zu wohnen. Zudem hat mir die Arbeit wirklich Spaß gemacht und man musste sich auch ernsthaft anstrengen. Also für fünf Tage war es auf jeden Fall ganz cool, aber ich freue mich schon darauf, morgen weiterziehen zu können. ๐Ÿ˜

28.02.18 - Arbeitsalltag

Mittwoch, 28.02.2018

Auch wenn meine Nacht wirklich kurz war, da ich gestern bis 1.30 in der Nacht meine weitere Reiseplanung vervollständigt und spontan noch einige Inlandsflüge โœˆ๏ธ gebucht habe, war ich heute morgen verhältnismäßig fit.

So konnte die Arbeit im Wald beginnen. ๐Ÿ’ช๐Ÿฝ Heute war meine Aufgabe, mit einer Gartenschere die Äste der Bäume ๐ŸŒฒ abzutrennen, um der Gruppe Zugang zu ihnen zu verschaffen, um sie mit Vernichtungsmitteln zu behandeln. Wir sind hier jeden Tag sehr fleißig und es fühlt sich in der Tat schon so an, als könnten wir mit unserer Arbeit langsam etwas bewirken und der Natur etwas Gutes tun. ๐Ÿ’ช๐Ÿฝ

Nach der Arbeit sind wir nach Hamilton gefahren - eine kleine Stadt neben Wannon. Dort sind wir einmal durch die Straßen geschlendert und haben eine heiße Schokolade ๐Ÿ˜‹ getrunken - viel mehr machen konnte man da aber nicht. ๐Ÿ˜‰

Abends haben wir uns noch auf Erkundungstour in unserem Garten gemacht, um die nachtaktiven Tiere zu beobachten. ๐Ÿ˜ณ Tatsächlich konnten wir direkt neben unserer Haustüre eine Possumfamilie entdecken. Ein sehr goldiger Anblick - die Mama mit ihrem Baby auf dem Rücken. ๐Ÿ˜

Ich freue mich in der Tat schon auf den nächsten Tag in der australischen Wildnis. ๐Ÿ˜† Gute Nacht!

27.02.18 - Spinne am Morgen bringt Kummer und Sorgen ๐Ÿ•ท

Dienstag, 27.02.2018

Der Schlaf war ohne Kopfkissen und mit den ganzen Tiergeräuschen zwar etwas unruhig, aber in Ordnung. Die böse Überraschung kam erst am Morgen. ๐Ÿ˜ง Als ich meinen Schuh ๐Ÿ‘Ÿ anziehen wollte und ihn in die Hand nahm, begann ich zu schreien. So war unter ihm eine riesige und haarige Tarantel ๐Ÿ•ท zu sehen - einen Meter von meinem Bett entfernt in meinem Zimmer. Nachdem die Teamleaderin diese Spinne entfernt hatte, habe ich mich wieder etwas von dem Schock erholt. ๐Ÿ˜ฑ

Während ich morgens wirklich frustriert war und keine Lust mehr auf dieses Projekt hatte, habe ich mich im Laufe des Vormittags wieder etwas erholt. Die Arbeit hat heute sehr gut geklappt und mir somit den Tag gerettet. ๐Ÿ’ช๐Ÿฝ Meine Aufgabe heute war, mit der Bohrmaschine Löcher in den Baum zu bohren. ๐ŸŒฒ Diese Aufgabe ist auf jeden Fall die anstrengendste, wenn man sie gewissenhaft erfüllen will. So habe ich die Löcher so tief wie möglich gebohrt und in einem geringen Abstand, damit möglich viel Gift auf den Baum einwirken kann. Das hat mich aber ganz schön viel Kraft gekostet und am Ende war der Aufsatz des Bohrers sogar so verbogen, sodass ich ihn nicht mehr benutzen konnte.ich war wohl etwas stärker als er. ๐Ÿ˜‰
Außerdem haben wir während der Arbeit heute eine große Echse im Busch und eine große Kängurufamilie die Straße überqueren sehen.

Was ich ebenfalls witzig fand ist, dass die Japaner so erstaunt von den Kühen waren, die auf den Feldern weideten. So schrieen sie erstaunt „cows“ und machten Bilder von ihnen. ๐Ÿ™ˆ Für sie ist es ganz ungewöhnlich, welche zu sehen, während ich in Deutschland direkt neben Kühen wohne. ๐Ÿฎ

Nach einem Spaziergang zu einem Wasserfall ๐Ÿ’ฆ, welcher leider komplett ohne Wasser war, dem Abendessen und einigen Reiseplanungen freue ich mich jetzt auf den Schlaf. ๐Ÿ˜ด

26.02.18 - In the middle of nowhere

Montag, 26.02.2018

6 Uhr aufstehen, um gemeinsam mit den Kanadiern den Sonnenaufgang ๐ŸŒ… in Warrnambool zu beobachten. Auch wenn es nicht so farbig wie erwartet war, war es trotzdem ein faszinierender Sonnenaufgang โ˜€๏ธ und das frühe Aufstehen hat sich gelohnt.
Anschließend ging die Autofahrt los. So sind wir diese Woche nicht in Warrnambool, sondern in einem Kaff namens Wannon. Auf dem Weg dahin haben wir kaum ein anderes Auto getroffen und das Einzige, das wir sehen konnten, war: nichts. Hier übernachten wir in einem Scout Camp. Anfangs fand ich die Vorstellung aufregend, doch nach einem Tag hat sich das bereits etwas geändert. So lagen in unserem Zimmer und im Flur tote Mäuse ๐Ÿญ, das Leitungswasser ist braun und auf dem weg zur Toilette muss man einmal durch den Garten. Genial.

Die Arbeit ist dieses mal in keinem Regenwald, sondern in einem gewöhnlichen Wald ๐ŸŒณ zu verrichten. Und zwar wachsen zwischen den heimischen Bäumen einige Kiefern ๐ŸŒฒ. Diese gehören da nicht hin und verdrängen die ursprünglichen Gewächse. Beispielsweise ist auch eine bestimmte und vom Aussterben bedrohte Rasse des Kakadus auf diesen Baum angewiesen, da er seine Samen isst. Unsere Aufgabe war somit, die Eindringlinge zu finden, uns Zugang zu Ihnen zu verschaffen, Löcher in den Stamm zu bohren, sie mit Glyphosat zu behandeln und anschließend als „erledigt“ mit Farbe zu markieren. So haben wir in zwei Teams gearbeitet und ich wurde zum Teamleader meines Teams ernannt, nachdem der eigentliche Teamleader Nick beim anderen Team mitgeholfen hat. ๐Ÿ’ช๐Ÿฝ Ich habe mich in dem hohen Gestrüpp tatsächlich nicht verlaufen und wir kamen gut mit der Arbeit voran.

Das Highlight des Abends war unser gemeinsam zubereitetes Barbecue, welches köstlich war. ๐Ÿ˜‹ Jetzt freue ich mich wirklich auf das Schlafen, auch wenn das bei den ganzen mir unbekannten Tiergeräuschen von draußen wohl nicht so leicht sein wird. ๐Ÿ™ˆ

25.02.18 - Welcome to paradise ๐ŸŒ…

Sonntag, 25.02.2018

Nach dem Aufstehen habe ich meine Sachen gepackt und direkt das Hostel verlassen. Nach einem letzten Frühstück am Federation Square ging es für mich mit dem Zug ๐ŸšŠ nach Warrnambool - dreieinhalb Stunden Fahrt Richtung Westen.

Dort wurde ich von Nick, dem Teamleader ๐Ÿ‘จ๐Ÿฝ‍๐ŸŒพ für das Projekt kommende Woche, empfangen. So stand er mit einem Schild, auf dem Name stand, am Bahnhof - eine nette Begrüßung. ๐Ÿ™ˆ Er hat mich ins Hostel gebracht, in dem Quincy, ein Freund aus dem Projekt in Newcastle, mich bereits erwartete. Mit ihm und drei Leuten aus Kanada (zwei Jungs und ein Mädchen) bin ich auch in einem Zimmer. Die Stimmung ist super und vor lauter Gesprächen komme ich kaum zum Blogschreiben. ๐Ÿ™ˆ Im Projekt sind außer Quincy und mir nur noch ein Mädchen aus Südkorea und fünf Mädchen aus Japan.

Ich habe nach meiner Ankunft meine Wäsche ๐Ÿ‘š gewaschen und zum ersten Mal in Australien hatte ich das Gefühl, dass diese immerhin nicht mehr gestunken hat, nachdem ich sie aus der Maschine geholt habe. (Die meisten Waschmaschinen hier sind eine reine Katastrophe.) Anschließend haben wir gemeinsam gekocht ๐Ÿ‘ฉ๐Ÿผ‍๐Ÿณ und sind an den Strand gegangen, um den Sonnenuntergang ๐ŸŒ… zu beobachten. Dieser ist an der Südküste Australiens bekanntlich besonders schön. Allerdings war davon nichts zu sehen, da der Himmel komplett von Wolken verdeckt war. Trotzdem ist Warrnambool an sich ein unglaublich schöner Ort und auf jeden Fall einer der schönsten, die ich bisher gesehen habe! ๐Ÿ˜ Diese Buchten, der Strand mit den Felsen und die unberührte Natur sind einmalig!

Ich freue mich darauf, morgen in ein neues Projekt zu starten und einen Beitrag zur Erhaltung der Regenwälder zu leisten.
Gute Nacht! ๐ŸŒ 

24.02.18 - Phillip Island ๐Ÿ und Pinguinparade ๐Ÿง

Samstag, 24.02.2018

Heute habe ich mich wieder auf einen Tagesausflug begeben. Dieses Mal ging es aber nicht in einen Nationalpark, sondern auf eine Insel namens Phillip Island. ๐Ÿ Diese liegt südöstlich von Melbourne, etwa 1.5 Autostunden entfernt. Mein kleiner Reisebus hat mich morgens direkt an meinem Hostel abgeholt und als wir alle Gäste an Bord hatten, ging unsere Tour los.

Erster Halt war an einem Strand unweit von Melbourne. ๐ŸŒŠ Dieser ist bekannt für seine hölzernen Strandhütten. Diese sind kunterbunt bemalt und stehen Glied an Glied am Strand. Auch wenn sie völlig spartanisch sind und ohne Wasser und Elektrizität, kosten diese aufgrund der tollen Lage ca. 330 000 Dollar. Muss aber jeder selber entscheiden, ob man das für einen Holzschuppen zahlen möchte. ๐Ÿ˜‰

Nächster Stopp war in einem Wildlife Tierpark auf halber Strecke. So war das zwar schon der dritte Tierpark, den ich während meines Aufenthaltes hier besucht habe, aber es ist immer wieder aufs Neue ein Erlebnis. ๐Ÿ˜ Dieses Mal wurde eine Tiershow vorgeführt, wobei Kakadu Allison einfach nicht gehorchen wollte. ๐Ÿ˜‚ Die Tierpflegerin war am Verzweifeln. Außerdem konnte ich Kängurus noch näher kommen. So haben mir mehrere gleichzeitig aus der Hand gegessen, wir haben endlos lange gekuschelt und ich habe mit ihnen „Hand geben“ ๐Ÿค geübt, was sie super hinbekommen haben. ๐Ÿ‘๐Ÿฝ

Danach ging es weiter nach Phillip Island, welches über eine Autobrücke zu erreichen ist. Hier haben wir zuerst beim Nobbies Center gestoppt. Dort gibt es einen super Aussichtspunkt, man kann über die Holzwege schlendern und eigentlich über ein Fernglas die Seelöwen auf den Felsen beobachten, wobei wir heute leider keine entdecken konnten. ๐Ÿ˜”

Weiter ging unsere Rundfahrt über die Insel, auf der wir ganz viele frei-lebende Wallabies sehen konnten, bis zum nächsten Halt in Cowes. Dies ist die größte Stadt der Insel ๐Ÿ und dort habe ich in der Nähe vom Strand Fish and Chips gegessen. ๐Ÿ˜‹

Anschließend stand das Highlight dieses Ausfluges an - die Pinguin Parade. ๐Ÿง Diese sogenannten “little penguins” sind mit bis zu 33 cm Größe die kleinste Rasse der Welt. Jeden Abend kommen sie nach dem Sonnenuntergang in der Dunkelheit aus dem Ozean ๐ŸŒŠ, um in großen Gruppen zu ihren Löchern an Land zu watscheln. Zu Beginn des Spektakels haben sich alle auf der Tribüne versammelt und das Meer beobachtet, ohne etwas zu sehen. Doch als dann die ersten Pinguine herausgekrochen kamen, war die Begeisterung groß. ๐Ÿ˜ Am Ende gab es in jeder Ecke und aus einem Meter Entfernung welche zu sehen - zuckersüß. So konnte ich hier schön öfters Pinguine im Tierpark beobachten, aber diese Mengen in freier Wildbahn zu sehen ist nochmal ein Erlebnis für sich.

Da das aber seine Zeit gekostet hat, komme ich heute erst ziemlich spät nach Hause. Ich freue mich schon, müde in mein warmes Bett zu fallen, nachdem es heute ziemlich kalt und windig war. Gute Nacht! ๐ŸŒ 

23.02.18 - Pocketful of Sunshine โ˜€๏ธ

Freitag, 23.02.2018

Als ich aufwachte, sah das Wetter noch nicht so grandios aus. Wie die letzten Tage auch war es vormittags eher bewölkt โ˜๏ธ, aber gegen Mittag kam die Sonne โ˜€๏ธ in ihrer altbekannten Stärke zwischen den Wolken hervor.

Als ich heute morgen losgezogen bin, bin ich zum Melbourne Olympic Park gelaufen. In diesem Sportpark werden jährlich die Australian Open ๐ŸŽพ veranstaltet. Einen Monat zu spät dran habe ich gehofft, zumindest eine Tour durch die Arenen buchen zu können, was mir aufgrund von Renovierungsarbeiten allerdings verwehrt blieb. Somit bin ich zwischen den verschiedenen Arenen und Trainingsplätzen (die natürlich alle leer waren) umher spaziert. ๐Ÿ˜Š

Anschließend hatte ich einen Museumsbesuch geplant. Das Melbourne Museum ist weltweit bekannt und schon für seine vielseitigen Ausstellungen ausgezeichnet worden. Diese waren in der Tat sehr lebhaft. So gab es Ausstellungen über Evolution, Denken, den menschlichen Körper, Dinosaurier und die Geschichte der Aborigines. Das Highlight war die „Forest Gallery“ - so wurde in dem Museum ein Regenwald gepflanzt mit den typischen Pflanzen und auch verschiedenen Vogel ๐Ÿฆ- und Reptilienarten, den man auf einem Holzweg durchqueren konnte. An sich ist das Museum einen Besuch auf jeden Fall wert, aber mir war es entweder etwas zu viel zu sehen oder etwas zu wenig Zeit. So habe ich mich „nur“ drei Stunden darin aufgehalten, da ich noch weitere Pläne für den Rest des Tages hatte und somit habe ich das Meiste nur oberflächlich betrachten können. ๐Ÿ™ˆ

Danach ging es für mich raus aus dem Stadtzentrum nach St. Kilda, einem äußeren Stadtbezirk. Dieser ist gerade bei Backpackern ๐ŸŽ’ sehr beliebt - und das konnte ich verstehen. Die Straßen bieten viele kleine Cafés und Restaurants, man kann gut vor sich hin schlendern und der Strand ist auf jeden Fall einen Besuch wert. ๐ŸŒŠ So habe ich den restlichen Tag dort verbracht und kam erst am späten Abend wieder im Hostel an. ๐Ÿ˜Š

Euer Tag ist ja noch im vollen Gange - genießt ihn!

22.02.18 - Melbourne von oben

Donnerstag, 22.02.2018

Die Nacht konnte ich wirklich gut schlafen und alle meinen verpassten Schlaf aufholen. ๐Ÿ˜Š

So startete mein Tag mit der Free-Walking-Tour. Wie schon in Sydney hat auch dieses mal der Tourguid einen super Job gemacht und uns viele Einblicke in das Alltagsleben Melbournes beschert. Von großen Einkaufszentren, über Graffitigegenden bis hin zu den Skyscrapern hat auch Melbourne ein abwechslungsreiches Programm zu bieten. Nach der Tour bin ich mit Marie (32, aus Deutschland, macht 4 Wochen Urlaub), die ich dort kennengelernt habe, etwas essen gegangen.

Anschließend habe ich den Eureka Tower besucht. ๐ŸŒ‡ Das ist das höchste Gebäude in Melbourne. Da ich den Sydney Tower in der Nacht aufgesucht habe, wollte ich Melbourne tagsüber sehen, was sich als gute Entscheidung herausgestellt hat - es gab eine tolle Aussicht über alle „winzigen“ Skyscraper und den Ozean. Außerdem wurde dort heute eine Hochzeit veranstaltet, was sicherlich auch nicht oft passiert. ๐Ÿ˜Š

Danach bin ich noch etwas durch die National Gallery of Victoria geschlendert, die neben moderner Kunst auch einige tolle Landschaftsgemälde zu bieten hat. ๐ŸŒณ

Gegen Abend bin ich nach Docklands, einen Stadtbezirk am Rande Melbournes gefahren. Das ist ein angenehmer Ort zum Entspannen. So gibt es neben einem kleinen Hafen auch eine schöne Skyline zu bewundern. ๐Ÿ˜Š

Abends habe ich festgestellt, dass ein Freund aus meinem Projekt in Newcastle ebenfalls in meinem Hostel übernachtet. So haben wir bis in die Nacht hinein unsere Erfahrungen der letzten Woche geteilt. ๐Ÿ˜Š

Ich sende euch sonnige Grüße ins kalte Deutschland! ๐Ÿ˜Š

21.02.18 - Ankunft in Melbourne ๐ŸŒ‡

Mittwoch, 21.02.2018

Die Zugfahrt ๐ŸšŠ nach Melbourne war wirklich alles andere als angenehm. Ich habe kurz mal geschlafen ๐Ÿ˜ด, aber größtenteils habe ich mich von Seite zur Seite gedreht und ungeduldig auf den Schlaf gewartet. In meinem Zugabteil war ein Mann, der so laut geschnarcht hat, dass der ganze Zug es mitbekommen hat - sehr unangenehm für beide Parteien. Zum Glück habe ich mich grandios mit meinem argentinischen Sitznachbarn verstanden. So vergingen die ersten vier Stunden unglaublich schnell, da wir gemeinsam die politische Lage Deutschlands und Argentiniens analysiert haben. ๐Ÿ˜ƒ Wir hatten aber auch lustigere Themen, die in langen Lachflashs ausarteten. Somit hat Matias mir die Zugfahrt auf jeden Fall erleichtert. ๐Ÿ™ˆ

In Melbourne angekommen war ich wirklich todmüde. Ich habe in meinem Hostel zwar geduscht, aber konnte mich noch nicht schlafen legen, da die Check in Zeit erst um einiges später war. Also habe ich beschlossen, meine Besichtigungstour anzufangen.

Es ging los mit dem Old Melbourne Goal - ein altes Gefängnis, das heute als Museum dient. So bin ich von Zelle zu Zelle geschlendert und habe viele Verbrecher des 19. Jahrhunderts “kennengelernt” - unter anderen auch Ned Kelly, der Robin Hood Australiens. In dem Gefängnis wurden 135 Menschen hingerichtet, einige auch unschuldig oder wegen geringen Vergehen. So hat früher schon das Benutzen vulgärer Sprache gereicht, um zumindest verhaftet zu werden. Highlight dieses Museumsbesuches war meine eigene Verhaftung. So hat ein Sergeant uns Besuchern demonstriert, wie eine echte Festnahne abläuft. Glücklicherweise hat er die Türe der Zelle aber wieder aufgeschlossen. ๐Ÿ˜‰

Danach wollte ich mit der Tram ins Stadtzentrum, bin aber erstmal in die falsche Richtung gefahren und musste somit nochmal zurück. ๐Ÿ™ˆ Typisch, aber überrascht mich doch, dass das in Australien erst heute zum ersten Mal passiert ist. ๐Ÿ˜‚ Als ich in den Royal Botanic Gardens ๐ŸŒณ angekommen bin, konnte ich nicht anders, als mich dort schlafen zu legen. Auch diese Gartenlandschaft ist sehr schön, wobei die Royal Botanic Gardens in Sydney farbenfroher waren. Auf meinem Weg zurück habe ich einen Halt an der St Paul‘s Cathedral โ›ช๏ธ eingelegt und mich am Federation Square niedergelassen. Dabei wurde ich sogar interviewt und gefilmt. So haben einige Kinder von der Schule aus eine Umfrage über das Sportangebot seiner eigenen Lieblingssportart in Melbourne gemacht. Meine Antwort war klar: Tennis ๐ŸŽพ hat hier durch die Australien Open eine sehr hohe Attraktivität.

Abends war ich noch auf dem bekannten Queen Victoria Market. Dort habe ich mir auch einiges zu Essen und zu Trinken gekauft, nachdem ich gefühlt eine Stunde gebraucht habe, um mich für etwas zu entscheiden. ๐Ÿ˜‹

Mittlerweile habe ich auch meine Zimmerkameradinnen kennengelernt. Wir sind acht Leute im Zimmer und ich bin mit Abstand die Jüngste. Sie sind alle ausnahmslos Backpacker ๐ŸŽ’ und im Durchschnitt um die 25. Viele reisen bereits schon ihr zweites Jahr umher. Heimkehr? Daran ist noch immer nicht zu denken. Aber alle Backpacker sind so unglaublich offen und freundlich zueinander, das ist echt bewundernswert.

Da ich noch immer so müde bin, werde ich gleich versuchen, mein Schlafdefizit aufzuholen. Gute Nacht! ๐ŸŒ 

20.02.18 - Abschied von Sydney ๐Ÿ˜”

Dienstag, 20.02.2018

Nachdem ich mein Backpack ๐ŸŽ’gepackt hatte und aus meinem
Hotel ausgecheckt bin, da ich heute nach Melbourne fahre, bin ich zum Sydney Observatory gegangen. Dies ist ein Planetariumโ˜„๏ธ, das tagsüber als Museum dient. Es ist schon ziemlich alt und ursprünglich diente es dazu, eine Standardzeit für die Stadt Sydney festzulegen. โฐ Nach einigen interessanten Informationen über bekannte Forscher, Teleskope und unseren Nachthimmel habe ich das Gebäude wieder verlassen.

Den restlichen Tag habe ich mit einem Freund verbracht. So haben wir einige schöne Flecken in Sydney aufgesucht, an denen ich zwar schon gewesen bin, aber die ich gerne auch nochmal besucht habe. Nach einem leckeren und scharfen Essen ๐Ÿ˜‹ in einem Asiatischen Restaurant hat mich Willem noch zum Bahnhof gebracht und mir ganz lieb hinterher gewinkt. ๐Ÿ™ˆ

Ich habe den Nachtzug ๐ŸšŠvon Sydney nach Melbourne gebucht, da dies mit Abstand die billigste Variante war. Dieser ist elf Stunden unterwegs und ich hoffe, dass ich während der Reise in meinem Sitz etwas schlafen kann. (Sich ein Bett zu buchen hätte fast das Vierfache gekostet.) So ging meine Zugfahrt bereits los und ich habe einen sehr netten argentinischen Sitznachbarn. ๐Ÿ˜Š Die Gesprächsthemen reichen von der Schwierigkeit der deutschen Sprache, über Zukunftspläne bis zu den Blue Mountains. โ›ฐ

Mein Eindruck von Sydney? Ich finde die Stadt grandios! ๐Ÿ˜ Wenn man am Circular Quay steht, mit Blick auf die Oper und die Harbour Bridge, fühlt man die Atmosphäre der Stadt am besten. Und die Royal Botanic Gardens sind definitiv einer der schönsten Stadtparks weltweit! Diese Stadt bietet nicht nur viele tolle Orte, sondern ist auch kulturell sehr weltoffen und vielseitig. ๐Ÿ˜Š Verbesserungspotenzial gibt es ganz klar beim öffentlichen Personennahverkehr. Dieser ist erstens etwas teuer und zweitens auch nicht so ausgeprägt. Oft ist man schneller am Ziel, wenn man zu Fuß geht. Wobei ich hier klarstellen sollte, dass halb Sydney zur Zeit eine Baustelle ist und eine neue Straßenbahn gebaut wird. Auch wenn ich gerne noch länger hätte bleiben können - ich freue mich auf die nächsten Tage in Melbourne. ๐Ÿ˜Š

19.02.18 - Blue Mountains โ›ฐ

Montag, 19.02.2018

Mein Tag startete bereits um 6.15 Uhr, da ich für heute einen Tagesausflug in die Blue Mountains โ›ฐ , die etwa eineinhalb Autostunden östlich von Sydney liegen, gebucht hatte.

Davor musste ich allerdings noch mein Zimmer, beziehungsweise meine Kapsel wechseln. Ich habe einen Tag verlängert und hatte unglaublich Glück, dass der Rezeptionist mir die letzte freie Kapsel des Hauses, die eigentlich eine Doppelkapsel ist, zum selben Preis wie meine Einzelkapsel angeboten hat und mir somit ziemlich aus der Patsche geholfen hat. ๐Ÿ™ˆ

Danach hat mich mein Bus ๐ŸšŒ am Treffpunkt abgeholt und die Reise startete. Im Bus habe ich Sam kennengelernt. Sie kommt aus England, ist 22 und gerade für zwei Wochen in Australien im Urlaub. Wir haben den restlichen Tag dann zusammen verbracht, uns über unsere bisherigen Erlebnisse ausgetauscht und was zudem ganz praktisch war: ich hatte jemanden, der von mir Bilder machen konnte. ๐Ÿ˜Š

Der erste Halt fand noch in Sydney statt, und zwar beim Featherdale Wildlife Park. In diesem Tierpark gab es ganz viele tolle Vogelarten๐Ÿฆ , Eulen๐Ÿฆ‰, Reptilien, aber auch Kängurus, Koalas๐Ÿจ, Wallabys, Wombats, ein Krokodil ๐ŸŠ und einen Python ๐Ÿ zu sehen. So habe ich die meisten der Tiere bereits in der Blackbutt Reserve gesehen, aber einige neue kamen hier noch dazu. Außerdem hatte man in diesem Wildlife Park die Möglichkeit, den Tieren etwas näher zu kommen. So haben mir Kängurus aus der Hand gegessen, ich konnte sie streicheln und Fotos mit ihnen machen.

Anschließend ging es weiter zu den Blue Mountains. โ›ฐ Diese heißen Blue Mountains, da der Regenwald ๐ŸŒณ, der die Gegend bedeckt, hauptsächlich aus Eukalyptusblättern besteht und diese in der Sonne blau schimmern. In einem Restaurant kurz vor dem Nationalpark haben wir einen Halt gemacht. Dort habe ich endlich umgesetzt, was ich schon lange vorhatte, und zwar habe ich einen Känguruburger ๐Ÿ” gegessen. Während es für viele ein Unverständnis ist, wie man nur Känguru essen kann, ist das hier völlig normal. Das Fleisch ist nicht nur lecker ๐Ÿ˜‹, sondern durch den geringen Fettgehalt auch ziemlich gesund. Dann haben wir an einem tollen Aussichtspunkt angehalten, an dem man super Bilder machen konnte. Von da aus hatte man eine grandiose Sicht auf die three sisters, drei große Felsformationen, die nebeneinander aus dem Wald hervorragen und definitiv das Wahrzeichen der Blue Mountains โ›ฐ sind.

Danach ging es weiter zur Scenic World. Von da aus führen verschiedene Wege in den Regelwald herab. So sind wir erst mit einer Seilbahn steil in das Tal hinuntergefahren. Dort konnte man auf einem hölzernen Pfad durch den Regenwald schlendern. Durch die hohen Bäume war es glücklicherweise etwas schattig. ๐Ÿ™ˆ Zurück nach oben sind wir entlang der Felsen mit einem kleinem Züglein gefahren. Anschließend haben wir noch die etwas neuere Skyway ausprobiert, die über den Katoomba Wasserfällen verlief. Nachdem wir damit fertig waren, mussten wir aber auch schon wieder zum Bus. ๐ŸšŒ So muss ich sagen, dass es sich einerseits wirklich gelohnt hat, eine organisierte Tour in die Blue Mountains zu buchen, weil so viel in dem Paket miteingeschlossen war. Andererseits musste man sich auf seiner Tour schon sputen, um alles sehen und probieren zu können. ๐Ÿ™ˆ

Mit dem Bus ging es wieder Richtung Sydney, allerdings wurden wir außerhalb der Stadtmitte an einem Hafen abgesetzt, um mit einem Boot ๐Ÿ›ณ die restliche Strecke zurückzufahren. So sind wir unter der Harbour Bridge hindurchgefahren, um anschließend am Circular Quay anzulegen.

Nach dieser Tour habe ich mich noch auf den Weg zur Harbour Bridge ๐ŸŒ‰ gemacht. So hatte ich sie bereits oft bestaunt, aber noch nie besucht. Für ca. 300 aus. Dollar kann man sie erklettern, aber das Geld war es mir nicht wert. So habe ich die kostenlose Variante gewählt und bin einmal über sie drüber spaziert. ๐Ÿšถ๐Ÿผ‍โ™€๏ธ

Auch mein Tag heute war voller Programm und ich habe viel erlebt. Morgen plane ich dafür einen etwas ruhigeren Tag in der schönen Stadt Sydney. ๐ŸŒ‡

Liebe Grüße aus einer der schönsten Städte der Welt! ๐Ÿ˜Š

18.02.18 - Unterwegs in Sydney

Sonntag, 18.02.2018

Der Tag startete damit, dass ich das Queen Victoria Building besuchte. Dieses ist ein altes Gebäude, das als großes Einkaufszentrum dient. ๐Ÿ‘‘ Prunkvolle Statuen und Uhren machen die Aura komplett. Anschließend bin ich entlang des Darling Harbour zum Sea Life Aquarium spaziert. ๐Ÿ  Als ich die Schlange am Ticketstand sah, war mir gleich klar, dass es eine gute Idee war, mir ein Onlineticket zu kaufen. Dieses Aquarium ist spezialisiert auf die Unterwasserwelt des Great Barrier Reefs nahe Cairns. Während ich am Anfang meines Besuches noch etwas kritisch war und erstmal nur kleine Fische ๐ŸŸ und Korallen sehen konnte, verbesserte sich mein Eindruck im Laufe meines Aufenthalts. So konnte man von Unterwassertunneln aus Haie ๐Ÿฆˆ, Rochen und Dudongs (die zwei Dudongs sind der ganze Stolz des Aquariums) beobachten und zum Ende hin sogar mit einem kleinen Boot eine aus Eis erstellte Insel mit verschiedenen Pinguinarten ๐Ÿง umrunden. Danach bin ich mit dem Bus zum Bondi Beach gefahren. ๐ŸŒŠ Das ist der Trendstrand Sydneys, welcher allerdings außerhalb des Stadtzentrums liegt. Das Wetter heute war wirklich super, deshalb war es aber auch ziemlich voll. Als ich anschließend einen Bus zurück nehmen wollte, ist dieser fünf mal nacheinander an meiner Haltestelle vorbeigefahren, da es keinen Platz mehr gab. Danach habe ich einfach irgendeinen Bus genommen, der immerhin angehalten hat, um erstmal weg vom Strand zu kommen und dann von einer anderen Station aus in den richtigen Bus umzusteigen. ๐ŸšŒ

Zum Abend hin bin ich durch Chinatown geschlendert und habe in einem koreanischen Restaurant gegessen. ๐Ÿ˜‹ Es war wirklich lecker, bis auf meinen Beilagesalat. Ich habe in meinem Leben noch nie so etwas Scharfes gegessen - nicht mal drei Gläser Wasser haben geholfen. ๐Ÿ˜‚

Heute geht es etwas früher in meine Kapsel. Morgen muss ich schon baldig aufstehen, da ein Tagesausflug in die Blue Mountains ansteht. โ›ฐ
Gute Nacht!

PS: Zu dem Hinweis der Kommentare, dass ich den berühmten und von vielen Gerüchten umwobenen australischen Brotaufstrich Vegemite probieren soll... Das habe ich bereits am Anfang meiner Reise getan und ich kann bestätigen: sowas Widerliches habe ich in meinem Leben noch nie gegessen. ๐Ÿคข Nie wieder!

17.02.18 - Aufregender Tag in Sydney

Sonntag, 18.02.2018

Ich habe in meiner Kapsel sehr gut geschlafen ๐Ÿ˜ด und mich direkt auf den Weg zum Hyde Park gemacht, in dem ich mein Frühstück zu mir genommen habe. Das hat sich als super Idee herausgestellt, denn die Umgebung ist wirklich genial. ๐Ÿ˜Š Danach bin ich weiter zur St. Mary‘s Cathedral gegangen. Diese Kirche ist römisch katholisch und im gotischen Stil erbaut. โ›ช๏ธ
Anschließend bin ich zum Treffpunkt der free walking tour gelaufen. Diese Touren gibt es nur in Sydney und in Melbourne. Sie werden von Studenten veranstaltet und bieten eine vom Budget unabhängige Stadtführung an. Ein riesiger Vorteil an den Sehenswürdigkeiten in Sydney ist, dass diese sehr zentral liegen und man fast alle problemlos zu Fuß erreichen kann. Und ich muss sagen, ich war sehr positiv von dieser Tour überrascht. Unsere Tourführerin war sehr kompetent, hatte viel interessantes Wissen über die Stadt und nach den drei Stunden konnte ich bereits einen super Eindruck von der Sydney gewinnen. ๐Ÿ˜ Da gibt man doch gerne Trinkgeld. Wo wir überall hingeführt wurden, kann ich hier nicht aufführen- dazu war es viel zu viel. Während der Tour habe ich Britta kennengelernt. Sie kommt aus Mainz, ist Lehrerin und hat sich eine einjährige Auszeit genommen, um auf Weltreise zu gehen. Wir hatten interessante Gespräche über Städte und Länder dieser Welt und sie hat mir viele Tipps für meine Reise mitgegeben. ๐Ÿ™ˆ
Anschließend bin ich durch das Viertel „the Rocks“ geschlendert, um dort etwas zu Mittag zu essen. Das war in dem Fall natürlich nichts anderes als die berühmten Pancakes on the Rocks, die mir meine Volunteer-Zimmerkameradin Wendy empfohlen hat. Ich muss schon sagen, das Geld war es wert. ๐Ÿ˜‹ Danach habe ich das Museum of Contempory Arts besucht. Einen Abstecher dahin kann man immer gerne machen, allerdings kann ich persönlich in vielen modernen Kunstwerken den Sinn nicht ganz durchschauen. ๐Ÿ™ˆ Daraufhin bin ich am Hafen vorbei, über den Circular Quay, von dem man eine super Aussicht auf die Harbour Bridge hat, zur Sydney Opera geschlendert. Diese ist ein super Fotomotiv und allein von außen schon sehr schön anzuschauen. Nachdem ich gefühlt 100 Bilder von mir mit der Brücke und der Oper gemacht hatte, wollte ich etwas Entspannteres machen. Daher bin ich durch die Royal Botanic Gardens ๐ŸŒณ spaziert. Diese sind wirklich wundervoll - so vielen Blumen ๐ŸŒบ in allen Farben, tolle Orchideen, ein großer Teich, verschiedene Vogelarten,... Dies ist ein toller Ort, um Abwechslung zum Stadtleben zu gewinnen und die Ruhe zu genießen. So habe ich mich in die grüne Wiese gelegt und etwas erholt. Danach habe ich nämlich noch an der free walking tour durch das Viertel „the Rocks“ teilgenommen. In dieser habe ich viel über Sydneys Geschichte erfahren. So war Sydney die erste Stadt in Australien, die von westlichen Siedlern erschlossen wurde. Als in England die Gefängnisse überquollen beschloss man, die Gefangenen nach New South Wales (so heißt der Bezirk um Sydney herum) abzuschieben. Somit gingen riesige Schiffe mit Sträflingen nach Australien. Diese mussten dort nicht in Gefängnissen untergebracht werden, da aufgrund der geografischen Lage von Sydney keiner entkommen konnte. Durch den Ozean auf der einen und das unerschlossene Outback auf der anderen Seite gab es keine Fluchtmöglichkeit. Diese Sträflinge haben anschließend die Stadt Sydney erbaut. ๐Ÿ’ช๐Ÿฝ
Nach dieser Tour war es zwar schon abends, aber der Höhepunkt meines ersten Tages stand noch an. So bin ich auf das Sydney Tower Eye gegangen. Das ist das höchste Gebäude der Stadt und es dient als Aussichtsturm auf Sydney und die Umgebung. So hatte diese in der Dunkelheit mit der ganzen Beleuchtung definitiv ihren Flair. ๐ŸŒ‰

Nachdem ich an diesem Tag 20.5 Kilometer zurückgelegt ๐Ÿšถ๐Ÿผ‍โ™€๏ธund unglaublich viel von Sydney gesehen habe, freue ich mich jetzt darauf, mich in meine Kapsel schlafen zu legen. ๐ŸŒ 

 

PS: Falls ihr Interesse an Bildern habt, schreibt mich am besten auf Whatsapp an, dann kann ich euch welche schicken. ๐Ÿ˜‰

16.02.18 - Willkommen im Weltall ๐Ÿ’ซ

Freitag, 16.02.2018

Auf meine zwei Wochen im Newcastle blicke ich gerne zurück. ๐Ÿ˜Š

Zur Arbeit ๐Ÿ‘ฉ๐Ÿผ‍๐ŸŒพ muss ich sagen, dass diese am Anfang noch aufregender war, aber vor allem gegen Ende hat die Abwechslung zum Unkraut jäten gefehlt. So hängt die Arbeit, die zu verrichten ist, immer davon ab, welches Projekt an dem jeweiligen Standort gerade unterstützt wird. So ist Bäume pflanzen ๐ŸŒณ, Wege errichten oder auch die Arbeit in einem Tierpark ๐Ÿจ, wovon die anderen schon berichten konnten, doch etwas schöner als Unkraut jäten. Im Vorfeld kann man das aber leider nicht planen und es gehört auch viel Glück dazu. ๐Ÿ™ˆ Aber zwei Wochen lang ist auch Unkraut jäten in Ordnung, nur länger hätte ich nicht unbedingt bleiben wollen. Die Teamleader waren wirklich alle super nett! ๐Ÿ˜ Sie haben uns viele Tipps gegeben, waren immer motiviert, für Späße zu haben und beispielweise haben sie uns durch den Besuch im Tierpark oder Fish and Chips die Arbeit versüßt. Die Stadt Newcastle hat an sich zwar nicht so viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, aber eine super Lage und schöne Natur. ๐ŸŒด Die Zeit am Strand habe ich sehr genossen, aber nach diesen zwei Wochen freue ich mich jetzt auf die nächsten Tage in Sydney und etwas Abwechslung. ๐ŸŒ‰

Die Freiwilligen, die noch weitere Wochen in Newcastle bleiben, haben uns zum Abschied noch lange hinterhergewinkt und davor x mal gedrückt. ๐Ÿ™ˆ Die abreisenden Volunteers (also auch ich) haben gemeinsam einen Zug ๐ŸšŠ nach Sydney genommen. Nach der dreistündigen Fahrt trennten sich an der Central Station unsere Wege.

Für mich ging es dann weiter in mein Hotel - und zwar das Space Q Kapselhotel in Sydney, das vor kurzem erst neu eröffnet hat. Solche Kapselhotels kennt man aus Japan, wo es bereits sehr viele davon gibt. Dabei hat jeder Besucher seine eigene Kapsel, ca. 1*1*2 Meter groß. In dieser Kapsel befindet sich ein Bett, ein Fernseher, ein Spiegel und ein ausklappbarer Tisch. Für sein Gepäck bekommt man außerhalb der Kapsel ein Schließfach zugeteilt. Durch eine Schiebetüre kann man in die Kapsel einsteigen und auch innen entsteht durch das blaue Neonlicht der Eindruck, man sei im Weltall. โ˜„๏ธ Da man sowas als Europäer garnicht kennt, bin ich gerade ganz entzückt von meinem neuen Zuhause. ๐Ÿ’ซ Allerdings hört man jedes Niesen und jedes Schnarchen der Nachbarn, da die Plastikwände vor dem Lärm nicht abschirmen.

Da ich sehr viel Wäsche hatte, wollte ich unbedingt noch waschen. Leider kostet ein Wasch- und Trockengang 8 aus. Dollar (~ 5 Euro). Und meine Kleidung aufzuhängen hat sich als unmöglich gestaltet, da es viel zu viel war und man hier ja leider keinen Platz hat. (Das ist ein weiterer Nachteil dieser Kapseln. Neben seinem Bett und seinem Schließfach hat man keinen weiteren freien Raum mehr, außer auf den Gängen. Aber da hängt schon genügend fremde Kleidung.) Deswegen habe ich beschlossen, Handwäsche zu machen und dann einen Trockenvorgang (4 aus. Dollar, also die Hälfte) zu bezahlen. Die Handwäsche von großen Duschhandtüchern und meiner Arbeitskleidung gestaltete sich schon mal als durchaus schwierig. So sind meine weißen Oberteile ๐Ÿ‘š alle so dreckig, dass sie mittlerweile braun sind und auch nach dem Waschen sah das leider nicht anders aus. Hinzu kommt, dass meine Kleidung nach dem Trockenvorgang immer noch total nass war und ich nicht drum herum kam, einen weiteren in Anspruch nehmen und bezahlen zu müssen. Also vom Waschen in Hostels habe ich jetzt schon die Nase voll, weil es eine reine Geldabzocke ist. ๐Ÿ˜ก Naja, immerhin stinken meine Kleider jetzt nicht mehr nach Erde und Moskitospray. ๐Ÿ˜ƒ

Jetzt freue ich mich, mich in meine Kapsel zu legen und an den Planeten โญ๏ธ vorbei in das Reich der Träume zu fliegen.

Gute Nacht โœจ

15.02.18 - Letzter gemeinsamer Abend

Donnerstag, 15.02.2018

Die Arbeit ๐Ÿ‘ฉ๐Ÿผ‍๐ŸŒพ war heute wenig abwechslungsreich. Wir haben die selben Unkrautarten am selben Ort wie gestern entfernt. So klein manche Pflanzen auch waren, sie schlagen unglaublich lange Wurzel und es kostet viel Kraft, diese zu entfernen. Das Highlight bei der Arbeit war, dass unsere Teamleader uns mittags Fish and Chips gekauft hatten - wirklich sehr lecker! ๐Ÿ˜‹

Abends haben wir uns dazu entschlossen, heute nicht selber zu kochen, sondern in einem Restaurant essen zu gehen. ๐Ÿ” Das war sozusagen unser Abschied, da von den 10 Leuten morgen 4 dieses Projekt verlassen werden (darunter auch ich). Dieser letzte gemeinsame Abend war sehr angenehm. So wurden viele Bilder ๐Ÿ“ท geschossen, restliche Telefonnummern ๐Ÿ“ž ausgetauscht und Einträge in die Erinnerungsbücher ๐Ÿ“• der anderen vollzogen. Ein Freund hatte eine ganz besondere Idee: Er hat eine riesige Australienflagge ๐Ÿ‡ฆ๐Ÿ‡บ gekauft, auf der alle seine neuen Bekanntschaften einen lieben Satz an ihn richten können und so hat er ein super Erinnerungsstück. Auch wenn ich keine Erinnerungsbücher oder sonstiges habe, ich behalte die Zeit durch meinem Blog und die Bilder ebenfalls im Gedächtnis. So stimmt es einen schon leicht traurig, wenn man bedenken muss, dass man sich morgen von allen verabschieden muss. Einige Leute hat man in der kurzen Zeit schon echt lieb gewonnen, da man zwei Wochen lang sein komplettes Leben geteilt hat. Ein oder zwei sehe ich allerdings noch im Laufe meiner Zeit in Australien wieder - nämlich in einem Projekt an einem anderen Standort. Darauf freue ich mich schon. ๐Ÿ˜Š

Schönen Tag euch noch! ๐Ÿ˜Š

14.02.18 - Happy Valentineโ€˜s Day!

Mittwoch, 14.02.2018

Guten Abend aus Australien!

Heute haben wir wieder in der Glenrock-Gegend ๐ŸŒณ gearbeitet und die Aufgabe von Montag fortgesetzt. ๐Ÿ‘ฉ๐Ÿผ‍๐ŸŒพ Um uns vor den vielen Moskitos zu schützen, haben wir dieses Mal lange Arbeiterhosen angezogen. Die haben auf jeden Fall geholfen, auch wenn wir in den dicken Kleidern fast geschmolzen sind. โ˜€๏ธ
Wir haben einige interessante Beobachtungen gemacht. Beispielsweise haben wir verschiedene Spinnenarten gesehen und über deren Tarntechniken konnten wir nur staunen. ๐Ÿ•ท So hauste eine Spinnenart in einem Loch in der Erde mit einer kleinen Türe ๐Ÿšช aus Erde davor. Wenn sie zuhause ist, schließt sie diese und man kann nicht im geringsten erkennen, dass da etwas ist.
Was ich heute schockierend fand, war die Arbeitsweise einiger unserer Volunteers, die mir heute besonders ins Auge gestochen ist. Teilweise bezweifle ich, ob sie die Aufgabe, die wir zu erfüllen haben, überhaupt verstehen. So war es eine Anweisung, das Unkraut nach dem Entfernen nicht auf den Boden liegen zu lassen, da dieses so wieder wachsen kann. Man muss die Wurzel isolieren und beispielsweise auf einen Baumstamm legen. Ein Freiwilliger hat die Anweisung, die Pflanzen an Bäume zu hängen verfolgt, allerdings waren die Pflanzen sowieso ohne Wurzeln. Ob ihm nicht klar war, dass ein Blumenstängel ohne Wurzel nicht wachsen kann, ist mir noch immer unschlüssig. ๐Ÿ˜‚
Ein anderes Mädchen hat die Aufgabe, „Unkraut“ zu jäten, etwas fehlinterpretiert. Als ich genauer hinschaute sah ich, dass sie lediglich Gras aus der Erde gerissen hat, wovon in dem Wald wirklich überall etwas war. Wieso sie also gedacht hat, dass dieses kleine Grasbüschel anders als der Rest ist und entfernt werden muss, kann ich nicht verstehen. ๐Ÿ˜‚
Und solche Fehler entdeckt man leider viel zu oft. Bevor ich an diesem Projekt teilgenommen habe, dachte ich, dass einige Volunteers eventuell nicht so viel Motivation für die Arbeit aufbringen werden, es aber von fachlicher Seite her keine Probleme geben sollte, diese Arbeit auszuüben. Zu meiner Überraschung ist der Arbeitseifer eigentlich gut vorhanden - es scheitert eher an der Ausführung. Dabei sind die Gründe dafür in meinen Augen definitiv keine sprachliche Barrieren. So konnte man jetzt zwei Wochen lang bei den anderen beobachten, welche Pflanzen entfernt werden sollen und welche nicht. Trotzdem entfernen einige so viele heimischen Gewächse oder wie vorher erwähnt nur normales Gras.
Unsere Teamleader loben uns trotzdem alle für die „erfolgreiche Arbeit“ - vermutlich weil sie über jeden froh sind, der freiwillig Arbeit verrichten will, auch wenn sie nicht immer korrekt ausgeübt wird.

Den Nachmittag bin ich noch an den Strand gegangen, den ich in meinen letzten Tagen in Newcastle noch genießen möchte. Dort bin ich sogar eingeschlafen und erst eine Stunde später wieder aufgewacht. ๐Ÿ™ˆ

Jetzt freue ich mich darauf, den Schlaf weiter fortzusetzen und gehe gleich zu Bett. ๐Ÿ˜ด

Euch wünsche ich einen schönen Valentinstag! Genießt dieses Tag mit den Leuten, die ihr liebt. ๐Ÿ˜Š
โค๏ธ- liche Grüße

13.02.18 - Krankenschwester am Morgen und Gรคrtnerin am Nachmittag

Dienstag, 13.02.2018

Heute wurde ich um 4.45 von meiner Zimmerpartnerin aus dem Schlaf gerissen. ๐Ÿ˜ด Sie hatte von unserer Arbeit am Vortag so viele Moskitostiche, die über Nacht zu Bergen โ›ฐ geworden sind - große Beulen über die ganzen Beine verteilt als Folge einer allergischen Reaktion. Ich habe in dem Erste-Hilfe-Koffer eine gute Creme dagegen gefunden und dazu noch auf ein altes Hausmittel, nämlich Zwiebeln auf die Stiche zu legen, zurückgegriffen. Damit haben wir den Juckreiz etwas lindern können und auch ihre Kopfschmerzen wurden weniger, sodass auch sie noch etwas schlafen konnte. ๐Ÿ˜ด

Heute stand die Arbeit in einem neuen Projekt für uns an - einem Projekt der australischen Regierung. Bis 2020 sollen in dem ganzen Land 20 Millionen Bäume ๐ŸŒณ gepflanzt werden und verschiedene Organisationen beteiligen sich daran, um dies zu ermöglichen. Darunter auch Conservation Volunteers Australia. Die Gegend, in der wir dabei agierten, heißt Warabrook Public Land und ist in der Nähe der Universität von Newcastle. So wurden hier bereits viele Bäume gepflanzt und ca. 80 Prozent haben überlebt. Das sind wirklich hohe Quoten. (Zum Vergleich: Von den gepflanzten Bäumen in Glenrock (die Gegend habe ich in den letzten Tagen mehrmals erwähnt) haben nur 20 Prozent überlebt, was vor allem daran liegt, dass die Bäume dort erst im Sommer gepflanzt wurden, die in Warabrook aber bereits im Frühling, was deutlich geeigneter ist.) Unsere Aufgabe war es, die ausgetrockneten Bäume zu finden, an deren Stelle ein neues Loch zu schaffen, neue Pflanzen zu pflanzen, zu düngen und zu wässern. Nach so vielen Tagen Unkraut jäten fand ich es schön, eine andere Art von Arbeit zu verrichten und zudem war es motivierend zu sehen, dass dieses Projekt erfolgreich ist und bereits so viele Bäume in der Gegend gewachsen sind. ๐ŸŒณ
Das Wasser ๐Ÿ’ฆ zum Bewässern wird dabei aus Hydranten am Straßenrand gewonnen. So war es meine Aufgabe, den Schlauch zu halten. Allerdings war ich auf den starken Druck nicht ganz eingestellt, sodass er mir aus der Hand rutschte und das Wasser nicht im Tank landete, sondern unseren Truck wusch, den Volunteers eine Dusche verpasste und die Garten von den Einwohnern wässerte. ๐Ÿ’ง Als ich dann noch fast vom Anhänger des Trucks gefallen, weil der Schlauch mich mit runtergerissen hat, war mir klar: peinlichster Moment bisher. ๐Ÿ’ช๐Ÿฝ Super Amelie! ๐Ÿ˜‚ Zum Glück nahmen die anderen Freiwilligen mir die Dusche nicht übel - es war sowieso ziemlich heiß. ๐Ÿ˜‰

Den Nachmittag habe ich mit Freunden in der Bücherei ๐Ÿ“• verbracht und den Abend damit, meine Moskitostiche mit Zwiebeln zu behandeln. Heute Abend bin ich diejenige, die komplett zerstochen ist. Die 40 Stiche, die sich über meine Beine erstrecken, jucken wie die Pest. ๐Ÿ˜– Aber kleiner Tipp zum Abschluss an alle: Frische Zwiebel darauf zu verreiben hilft in der Tat! ๐Ÿ˜‰

Gute Nacht! ๐ŸŒ 

12.02.18 - Wieder an die Arbeit

Montag, 12.02.2018

Heute startete für uns wieder die Arbeit im Projekt. ๐Ÿ‘ฉ๐Ÿผ‍๐ŸŒพ Da wir mittlerweile 10 Volunteers sind, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Zu jeder Gruppe kamen noch je 3 Local Volunteers dazu. Dies sind meistens ältere Leute, die kurz vor der Rente stehen und arbeitslos sind. Um ihr Arbeitslosengeld zu erhalten, müssen sie sich entweder pro Monat auf 200 Jobanzeigen bewerben, oder eine gewisse Stundenanzahl an Freiwilligenarbeit ableisten - und genau das können sie bei Conservation Volunteers Australia machen.
Unser Einsatzgebiet war wieder in der Nähe vom Glenrock Nationalpark ๐ŸŒณ, wo wir entlang eines Mountainbike-Weges Unkraut gejätet haben. Heute waren es drei uns zuvor noch unbekannte Unkrautsorten. ๐Ÿ’ช๐Ÿฝ Am Ende meines Australienaufenthaltes kenne ich vermutlich 100 unerwünschte Pflanzenarten auswendig und kann sie zuordnen. ๐Ÿ˜‰

Heute Nachmittag habe ich mich mit meiner weiteren Reise beschäftigt. Das heißt, nach Zugverbindungen ๐ŸšŠ gesucht, Hotelzimmer gebucht, mir eine Route überlegt,...

Abends war ich mit einem Volunteer-Kameraden wieder fleißig am Kochen. ๐Ÿ‘ฉ๐Ÿผ‍๐Ÿณ Heute war das Essen sehr köstlich. So gab es ein unmenschliches Lachsfilet und Lamm zur Auswahl. Durch die täglichen Kochstunden hier habe ich bereits so viel in der Küche dazugelernt und nehme mir fest vor, meine Fähigkeiten zu Hause weiter auszubauen. ๐Ÿ’ช๐Ÿฝ Noch eine witzige Story nebenbei: Was uns Europäer heute etwas geschockt hat, ist, dass die Asiaten ihren Brokkoli und die Nudeln im Teekocher kochen. Also Tee trinke ich hier sicher keinen mehr. ๐Ÿ˜

Jetzt geht es für mich wieder schlafen und ich sende liebe Grüße ins kalte Deutschland. ๐Ÿ˜Š

11.02.18 - Farmers markets, surfing competition and Anglican Church

Sonntag, 11.02.2018

Als ich heute morgen aufgestanden bin, haben die meisten noch geschlafen. ๐Ÿ˜ด Deswegen habe ich mich alleine auf den Weg zu den großen city farmers markets gemacht. Als ich dachte ich sei da, musste ich leider feststellen, dass ich vor einer Camping-Ausstellung stand. ๐Ÿ˜ง Wie ich daraufhin rausgefunden habe, wurde der Markt für den heutigen Sonntag an einen anderen Ort verschoben. Diesen zu finden, hat sich als äußerst schwierig herausgestellt. So bin ich gefühlt den ganzen Vormittag durch die Stadt geirrt, aber am Ende habe ich es mit Hilfe von Einheimischen noch gefunden. Es war ein wirklich großer Markt mit vielen lokalen Produkten wie Obst ๐Ÿ“ und Gemüse ๐ŸŒถ, aber auch Bekleidung ๐Ÿ‘•,... Nachdem ich dort was gegessen ๐Ÿ˜‹ und einen Smoothie getrunken hatte, habe ich mich auf den Weg zum Strand gemacht.

Am Merewether Beach fand heute ein internationaler Junior-Surfwettkampf statt. ๐Ÿ„๐Ÿผ‍โ™€๏ธ Die Surfer waren in der Tat etwas besser als wir am Freitag, die Stimmung war super und das Wetter ebenfalls top. Ich musste dabei immer wieder an meine Tenniseurope-Zeit ๐ŸŽพ zurückdenken (internationale Tennisturniere für Jugendliche unter 16), als ich die Eltern am Strand stehen und ihre Kinder anfeuren sah. ๐Ÿ˜Š

Abends bin ich in die Christ Church Cathedral โ›ช๏ธ gegangen, um am Gottesdienst teilzunehmen. Diese Kirche war zwar auch katholisch, allerdings gleichzeitig anglikanisch, sodass es einige interessante Unterschiede zu unseren Messen gab. Beispielsweise wurde man beim Verlassen der Kirche persönlich vom Dekan und vom Pfarrer verabschiedet. So steht der Zusammenhalt der Kirchengemeinschaft an erster Stelle und auch ich wurde freundlich empfangen. ๐Ÿ˜Š Außerdem fand ich witzig, dass die Leute in kurzen Hosen und mit Trinkflaschen in die Kirche gingen. Auch wenn das den hohen Temperaturen zu verschulden ist, war dieser Anblick für mich amüsant. ๐Ÿ˜Š Außerdem wurde eine interessante Rede gehalten, in der ein deutscher Autor erwähnt wurde, der sich zur Zeit des Dritten Reiches mit der Bedeutung von Gottesdiensten beschäftigt hat. ๐Ÿ˜Š

Somit ist mein Wochenende auch schon zu Ende und morgen geht es wieder an die Arbeit. ๐Ÿ‘ฉ๐Ÿผ‍๐ŸŒพ
Euch noch einen schönen Sonntag! ๐Ÿ˜Š

10.02.18 - Tagestrip nach Nelson Bay ๐Ÿฌ

Samstag, 10.02.2018

Unser Tag startete heute bereits um 8 Uhr. โฐ Wir mussten rechtzeitig aufstehen, da wir mit dem Bus ๐ŸšŽ nach Nelson Bay fahren wollten. Unsere Teamleader haben uns den Tipp gegeben, diese Gegend aufzusuchen. Auch wenn die Busfahrt pro Richtung je 1 h 45 min gedauert hat, hat es sich definitiv gelohnt.

Bei unserer Ankunft waren wir erstmal etwas enttäuscht, da der Tomaree Nationalpark ๐ŸŒณ mitsamt einzigartigen Aussichtspunkt seit einigen Tagen wegen Buschbränden ๐Ÿ”ฅ geschlossen werden musste. So konnten wir aus einiger Entfernung beobachten, wie Löschhubschrauber ๐Ÿš Unmengen an Wasser über dem Park ausgossen.

Wir haben uns dazu entschlossen, eine zweistündige Bootstour ๐Ÿ›ฅ mit 99 prozentiger Wahrscheinlichkeit, Delfine ๐Ÿฌ zu sehen, zu machen. Dabei wurde uns keines Wegs zu viel versprochen! Während wir zu Beginn der Schifffahrt ๐Ÿ›ฅüber die Delfine ๐Ÿฌ am Horizont staunten, waren wir einige Minuten später nur einige Meter von ihnen entfernt. Die Delfine sind in Grüppchen um unser Boot geschwommen und immer wieder aus dem Wasser gehüpft, um für ein Foto zu posieren. ๐Ÿ˜Š Anschließend durften wir auch noch ins Wasser. Unser Boot hatte eine ziemlich steile Rutsche, von der aus man auf mehr oder minder elegante Weise ins Wasser gelangen konnte. Während die Jungs mich beim Rutschen sehr schnell verließen, probierte ich noch weitere Rutschvarianten aus und überlebte trotz einer Tonne Salzwasser im Bauch. ๐Ÿ’ช๐Ÿฝ Unser im Preis mit inbegriffenes Bordspa stellte sich übrigens als ein ein Quadratmeter großes Plantschbecken ๐Ÿ’ฆ heraus, aber bei der warmen Wassertemperatur des Ozeans ๐ŸŒŠ konnten wir ohne Probleme darauf verzichten. ๐Ÿ˜‰ Zum Mittagessen gab es für uns heute klassisch Fish and Chips im Strandrestaurant. ๐Ÿ˜‹

Anschließend haben wir beschlossen, uns auf den Weg zu einem anderen Aussichtspunkt zu machen, wenn schon der im Nationalpark geschlossen war. Allerdings war uns nicht bewusst, wie lang der Weg dorthin wirklich ist - und vor allem nicht wie steil! Während wir nach jeder Kurve das Ende des Weges erhofften, erwartete uns dabei nur eine neue Steigung. Wir waren die einzigen Fußgänger๐Ÿšถ๐Ÿผ‍โ™€๏ธauf dem gesamten Weg und wurden von den Autofahrern ๐Ÿš˜, die an uns vorbeigeschossen sind, nur ausgelacht. ๐Ÿ˜‚ So kamen wir am Ende komplett nass geschwitzt ๐Ÿ˜ช an der Spitze des Berges โ›ฐ an und konnten glücklicherweise sagen, dass sich der Kampf gelohnt hat. Die Aussicht war überragend! ๐Ÿ˜

Danach mussten wir uns allerdings etwas sputen, um unseren Bus ๐ŸšŽ noch zu erwischen. So ist es in Australien nicht gerade leicht, in den richtigen Bus einzusteigen. Die Bushaltestellen sind lediglich mit einem Schild ausgestattet, auf dem “Stop” und einige Ortsnamen stehen. Wann die Busse fahren, welche Busnummer hier abfährt und wie die Haltestelle heißt wird leider nicht aufgeführt. ๐Ÿ˜‚ Aber zum Glück helfen die modernen Handys. In den letzten zwei Wochen wäre ich ohne mein Handy tatsächlich so oft aufgeschmissen gewesen, egal ob es um Wegbeschreibungen, Zugverbindungen oder Hotelbuchungen geht. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an den Erfinder des Smartphones! ๐Ÿ˜‰

Wir sind heute Abend alle heil zuhause angekommen und werden demnächst schlafen gehen, da die Müdigkeit zumindest mich langsam überwältigt.๐Ÿ˜ด

Gute Nacht! ๐ŸŒ 

09.02.18 - Surfing lesson und Kรคnguru

Freitag, 09.02.2018

Guten Abend an alle! ๐Ÿ˜Š

Heute Morgen ging der Tag für uns mit Surfen ๐Ÿ„๐Ÿผ‍โ™€๏ธ los. Wir haben uns alle zusammen für Gruppenunterricht angemeldet und waren noch mit anderen Anfängern in einem Kurs. Während ich vor zwei Jahren Windsurfen erlernt habe, hatte ich noch keine Wellensurferfahrung. Leider waren die Wellen ๐ŸŒŠ heute sehr ungeeignet, um mit dem Surfen ๐Ÿ„๐Ÿผ‍โ™€๏ธ zu beginnen. So wurden wir von jeder zweiten Welle wieder zurück an den Strand gespült, hatten eine Tonne Algen im Surfshirt und wurden mehrmals vom Brett erschlagen. Und in meinen Augen waren zwei Surflehrer für eine Gruppe von 10 Leuten schlicht und einfach zu wenig. Zudem haben die Surflehrer die meiste Zeit nur damit verbracht, rumzustehen, Algen vor sich her zuwerfen und uns beim Ertrinken zuzuschauen. ๐Ÿ˜‚ Naja, immerhin konnte ich jetzt mal Wellensurfen ausprobieren und weiß nun aus eigener Erfahrung, dass es nicht gerade leicht ist. ๐Ÿ˜‰

Den Nachmittag haben wir wieder gemeinsam am Strand verbracht und ich habe ordentlich an Farbe dazu gewonnen. Heute kamen auch zwei Neue in unserer Unterkunft ๐Ÿก an. Ein weiterer Junge aus Japan wird uns bei unserer Freiwilligenarbeit ๐Ÿ‘ฉ๐Ÿผ‍๐ŸŒพ unterstützen und ein Freund von dem Jungen aus den Niederlanden kam für das Wochenende zu Besuch. Deswegen verbringen wir den Abend zusammen mit Musik und Spielen. ๐Ÿ˜Š Heute haben wir außerdem Kängurufleisch gekocht. Es schmeckt in meinen Augen ähnlich wie Rinderleber und ist etwas hart. Kann aber auch sein, dass es an unserer geringen Kocherfahrung mit Kängurus lag. Ich möchte es gerne nochmal in einem Restaurant mit professioneller Zubereitung kosten. ๐Ÿ˜‹

Für morgen haben wir einen Ausflug in eine schöne Gegend etwas nördlich von Newcastle geplant. Aber mehr dazu morgen. ๐Ÿ˜Š

Genießt die restliche Faschingszeit! ๐ŸŽญ Meine fällt in Australien dieses Jahr aus. ๐Ÿ™ˆ

08.02.18 - Endlich! Koalas ๐Ÿจ und Kรคngurus

Donnerstag, 08.02.2018

Der Tag startete durchwachsen. Als wir uns zum Frühstück in der Küche versammelten, saß eine Kakerlake ๐Ÿฆ— in der Müsliriegel-Box. Wie schon gesagt, der Lebensstandard in Australien ist gewöhnungsbedürftig. ๐Ÿ™„

Heute war unser Arbeitsgebiet erneut im Glenrock Nationalpark, so wie auch am Dienstag. Dort hat Conservation Volunteers ๐Ÿ‘ฉ๐Ÿผ‍๐ŸŒพ vor einigen Wochen Regenwald-Bäume ๐ŸŒณ gepflanzt, um dem Aussterben des Regenwaldes entgegen zu wirken. Da allerdings kaum Regen fällt, hat nur die Hälfte dieser Bäume überlebt. Um diese verbliebenen beim Wachsen zu unterstützen, haben wir das Unkraut um sie herum entfernt und anschließend mit Wasser ๐Ÿ’ฆ versorgt. Da Wasser allerdings ziemlich rar ist, sind wir vorsichtig damit umgegangen und haben mit nur 1-2 Liter pro Pflanze gerechnet.

Nach dem Mittagessen ๐Ÿฅช stand heute ein besonderes Programm an, denn es war Adventure-Thursday. So mussten wir den Nachmittag nicht mehr arbeiten, sondern sind zu Blackbutt Reserve gefahren. Dies ist ein Wildlife-Park in der Nähe von Newcastle. Eingerichtet wie ein Regenwald ๐ŸŒณ, durch den man auf einem hölzernen Pfad gehen kann und links und rechts von einem sind verschiedene Gehege mit den Tieren. Wir erschienen noch gerade so pünktlich zur Koalafütterung ๐Ÿจ. Diese Tiere sind wirklich unglaublich goldig, wie sie die Bäume hoch krabbeln, um an ihren Eukalyptusblättern ๐ŸŒฟ zu naschen. Des Weiteren gab es Kängurus, Wallabys, Emus, Pfaue, Wombats, Eulen ๐Ÿฆ‰, Giftfrösche ๐Ÿธ und ganz viele besondere Vogelarten. Letztere waren total bunt und sahen ebenfalls sehr goldig aus. Auch wenn ich am liebsten noch viel länger geblieben wäre, irgendwann mussten wir wieder heimkehren. ๐Ÿก

Morgen haben wir einen freien Tag, auf den wir uns nach den letzten Arbeitstagen schon ziemlich freuen. ๐Ÿ˜Š
Auch zuhause geht morgen das Wochenende los - genießt eire freie Zeit!

PS: In den Kommentaren wurden einige Fragen zu unserem Tagesablauf gestellt.
* Jeden Morgen erscheinen unsere Teamleader um 8 Uhr โฐ am Volunteerhouse ๐Ÿก, um uns abzuholen ๐ŸšŽ und mit uns zu dem Einsatzgebiet zu fahren.
* Für die Einkäufe sind ebenfalls die Teamleader zuständig. Wir schreiben lediglich die Einkaufslisten, da wir die Kontrolle über den Kühlschrank haben.
* Gekocht wird jeden Abend im Freiwilligenhaus. Dabei gibt es keine festen Regeln. Meistens kochen wir in kleinen Gruppen und die Gerichte sind ganz verschieden. Alles, was uns in den Sinn kommt. So haben wir heute Borritos gemacht und gestern Chickencurry gekocht. ๐Ÿ˜‹

07.02.18 - Im Sumpf

Mittwoch, 07.02.2018

Heute ging es wieder nach Ash Island - die kleine Insel ๐Ÿ, auf der wir auch am ersten Tag waren.

Die erste Aufgabe war die selbe wie am ersten Tag: Unerwünschte Pflanzen entfernen. Allerdings waren wir dieses Mal in einem sumpfigen Gebiet, sodass wir durch das Wasser ๐Ÿ’ฆ stampfen mussten. Auch wenn es nicht so tief aussieht, man sinkt schnell ein. Am Ende dieser Arbeit waren unsere Klamotten ๐Ÿ‘• voller Matschflecken und ich von Moskitos zerstochen - und das trotz langer Kleidung ๐Ÿ‘– und Moskitospray.

Nach einer Snackpause erhielten wir eine neue Aufgabe, und zwar sammelten wir den Müll, der in dem Nationalpark hinterlassen wurde, ein. Hauptsächlich kam dieser von einem Projekt, in dem Bäume gepflanzt und diese mit Plastik verstärkt wurden, damit sie besser wachsen können. Aber es lagen auch alte Fischernetze, Schuhe ๐Ÿ‘Ÿ, ganz viele Flaschen ๐Ÿพ und sogar ein Stuhl herum. Unmöglich, dass man solchen Müll einfach in die Natur schmeißt. Zur Orientierung, eine Plastiflasche zerfällt erst nach ca. 450 Jahren. Also in Zukunft bitte den Müll immer in dafür vorgesehene Mülleimer schmeißen - ist ja nicht gerade viel Aufwand.

Nach der Mittagspause hatten wir eine neue Aufgabe. Die Volunteers haben in den vergangenen Wochen die Samen gesammelt, die sie auf der Insel finden konnten. Damit diese Pflanzen ๐ŸŒฟ nicht aussterben und sich weiter vermehren können, haben wir diese heute in kleine Töpfe gepflanzt. Daraufhin kommen sie in spezielle Gewächshäuser und werden so lange gegossen und gepflegt, bis sie groß genug sind, um wieder auf Ash Island eingepflanzt zu werden.

Wie die meisten Tage zuvor sind wir noch gemeinsam an den Strand gegangen. Wir haben Volleyball ๐Ÿ und Fußball โšฝ๏ธ gespielt und waren schwimmen ๐ŸŠ๐Ÿผ‍โ™€๏ธ. Abends stand dann eine große Cooking-Session an. Ihr wisst vermutlich, dass ich nicht wirklich gut im Kochen bin, aber mittlerweile fühle ich mich in der Küche fast schon zuhause. So bin ich andauernd am Kochen und fleißig beim Abwasch. Wenn ich nach Hause komme, bin ich sicherlich eine gute Köchin. ๐Ÿ‘ฉ๐Ÿผ‍๐Ÿณ

Liebste Grüße nach Hause ๐Ÿ˜Š

06.02.18 - Im australischen Regenwald

Dienstag, 06.02.2018

Heute war unser Arbeitsplatz ein Gebiet namens Glenrock, welches Teil des australischen Regenwaldes ist. ๐ŸŒณ Diese Art vom Regenwald liegt immer sehr nah an der Küste und existiert so nur in Australien - gerade deswegen ist es wichtig, ihn zu schützen.

Auch hier siedeln sich verschiedene Unkrautarten an, die sehr schnell zu einer Monokultur heranwachsen und so die heimischen Pflanzen verdrängen. Mit Zangen, Sägen und Messern ๐Ÿ”ช ausgestattet machten wir uns auf in das dichte Gestrüpp und erkämpften uns einen Weg durch die Büsche. Das war teilweise garnicht so einfach. Die Äste hängen in alle Richtungen und man bleibt leicht darin hängen. Manche Äste haben die Form einer Schaukel, sodass man neben der Arbeit auch etwas schaukeln konnte. ๐Ÿ˜ƒ Schlangen sind wir zwar keinen begegnet, aber wir haben eine Echse und typische Vogelarten gesehen. Um das erneute Wachsen des Unkrautes zu vermeiden, haben wir die verbleibenden Baumstümpfe mit Glyphosat behandelt. Dieses Unkrautvernichtugsmittel sollte uns allen bekannt sein - schließlich hat die Abstimmung über seine Zulassung auf europäischer Ebene für viel Wirbel gesorgt. Conservation Volunteers Australia hat in Glenrock bereits sehr gute Arbeit geleistet, sodass das Projekt Ende diese Woche für erfolgreich abgeschlossen erklärt werden kann. ๐Ÿ’ช๐Ÿฝ

Anschließend hat unsere Teamleaderin Alice uns noch einige schöne Orte in Glenrock gezeigt. Dazu gehört der private Strand ๐Ÿ, das Flussdelta und ein super Aussichtspunkt auf einem Hügel.

Auch wenn unsere Arbeitszeiten โฐ nicht lang sind und die Arbeit körperlich nicht so anstrengend ist, ist man am Ende des Tages ziemlich kaputt. Dadurch, dass man viel laufen muss und sich durchgehend in seiner langen Kleidung in der Sonne โ˜€๏ธ befindet, wird einem viel Kraft geraubt. Aber unsere Teamleader erinnern uns immer wieder daran, wie wichtig es ist, genügend Wasser zu trinken. ๐Ÿ’ฆ

Zuhause wird bei den niedrigen Temperaturen momentan wohl eher Tee getrunken. โ˜•๏ธ Aber ich sende euch ganz viele Sonnenstrahlen für die nächsten Tage. โ˜€๏ธ

05.02.18 - Erster Tag im Projekt

Montag, 05.02.2018

Heute ging die Arbeit mit Conservation Volunteers Australia los. Unser Einsatzgebiet war der Kooragang Wetlands National Park auf Ash Island, einer kleinen Insel, die zu Newcastle gehört.

Um uns vor der Sonne โ˜€๏ธ zu schützen, müssen wir lange Arbeitskleidung (auch wenn es damit sehr heiß ist), einen Sonnenhut ๐Ÿ‘’ und eine Sonnenbrille ๐Ÿ•ถ tragen. Des Weiteren mussten wir für die Arbeit im Sumpf hohe Gummistiefel und eine Warnweste anziehen und ganz viel Moskitospray auftragen. Unsere Teamleader Alice und Emely haben uns morgens abgeholt und nach Ash Island gefahren. Der National Park ist ein Feuchtgebiet, das verschiedene Vogel-, Pflanzen- und vor allem Froscharten ๐Ÿธ beheimatet, die vom Aussterben bedroht sind. Conservation Volunteers hat es sich zum Ziel gesetzt, für die Erhaltung dieser besonderen Spezies zu kämpfen.

Ein ganz akutes Problem stellt ein Unkraut aus dem Mittelmeerraum dar, dass sich sehr schnell verbreiten kann und die heimischen Pflanzenarten auf der Insel verdrängt. Unsere Aufgabe war es, dieses Unkraut zu beseitigen. Dazu mussten wir es erst an den richtigen Orten aufspüren, anschließend von einer äußerlich sehr ähnlichen, heimischen Pflanzenart unterscheiden und schließlich mit unseren Spaten entfernen. Die Volunteers haben bereits seit Längerem an diesem Standort gearbeitet, sodass das Wachstum des Unkrauts bald unter Kontrolle sein sollte.

Ein interessanter Fakt nebenbei: Durch die geografische Isolation Australiens ist es relativ selten, dass sich ausländische Pflanzenarten dort ansiedeln. So ist das Land auch von verschiedenen landwirtschaftlichen Seuchen verschont geblieben und hat strenge Einfuhrvorschriften für Lebensmittel entwickelt. Beispielsweise ist es verboten, einen Apfel ๐Ÿ oder andere Fruchtsorten nach Australien einzuführen. Die Grenzübergänge sind mit vielen Beamten und Schnüffelhunden ๐Ÿถ ausgestattet, um dies zu kontrollieren.

Unsere Teamleder haben uns noch etwas auf der Insel rumgeführt. Dabei haben wir ganz viele tote Krebse ๐Ÿฆ€ entdeckt. Da der Wasserstand letzte Woche aufgrund des Vollmondes ๐ŸŒ• sehr hoch war, sind die Krebse ๐Ÿฆ€ weit aus dem Wasser hervorgekrochen und am Ende ausgetrocknet. Schließlich haben wir an einem schönen Plätzchen Halt gemacht, um unsere Sandwiches zu verdrücken. ๐Ÿฅช

Auch wenn Unkraut jäten sicherlich nicht gerade die Lieblingsaufgabe von Jugendlichen in unserem Alter ist, war es insgesamt ein gelungener Tag. Man hat die Chance, die außergewöhnliche Natur ๐ŸŒณ Australiens zu bewundern und verbringt die Zeit dabei mit coolen Leuten aus der ganzen Welt. Ich bin schon gespannt, was uns morgen erwartet.

Gruß nach Hause ๐Ÿ˜Š

04.02.18 - Lazy Sunday

Sonntag, 04.02.2018

Guten Abend aus Australien! ๐Ÿ˜Š

Der Tag heute ist sehr entspannt verlaufen und ich habe nicht so viel zu berichten wie die vorherigen Tage.

Nach einem ausgiebigen Frühstück habe ich mich auf den Weg zu einem der fünf Strände Newcastles gemacht. Dieser liegt etwas versteckt in einer Bucht, sodass das Wasser sehr ruhig ist und man schwimmen kann, ohne dass man alle 10 Sekunden fast untergeht. Als ich mich in den Sand gelegt habe, um etwas zu entspannen, fühlte ich plötzlich, wie meine linke Körperhälfe nass wurde. Als ich mich umdrehte, sah ich, dass mich ein Hund ๐Ÿถ von oben bis unten abgeleckt hat. Da habe ich begriffen, dass ich mich gerade an einem Hundestrand befand. Nichts gegen Hunde, aber im Schlaf von fremden Hunden ๐Ÿถ vollgesabbert zu werden, muss nicht unbedingt sein. Deshalb beschloss ich, einen Strand weiter zu ziehen und mein Glück dort zu versuchen. Ich war zwar etwas neidisch, dass der schönste Strand Newcastles den Hunden gehört, aber ich habe meinen Tag am Nobby’s Beach trotzdem genossen. ๐Ÿ˜Š

Gegen Nachmittag kam meine neue Zimmerkameradin, Wendy aus Taiwan, an. Den Abend haben wir gemeinsam mit den anderen Volunteers und spannenden Gesprächen über unsere verschiedenen Sprachen, Familiengeschichten, Universitäten in China und Sightseeing in Sydney verbracht. ๐ŸŒ‰

Morgen startet die Arbeit im Freiwilligenprojekt und ich bin schon sehr gespannt, wie diese aussehen wird. ๐Ÿ‘ฉ๐Ÿผ‍๐ŸŒพ

Liebe Grüße vom anderen Ende der Welt! ๐ŸŒ

03.02.18 - Kennenlernwochenende

Samstag, 03.02.2018

Hallo alle zusammen! ๐Ÿ˜Š

Heute ging mein Tag ziemlich früh los, da Mei (eine meiner japanischen Kameradinnen) und ich zum Einen den Sonnenaufgang ๐ŸŒ…, zum Anderen aber auch die Delfine ๐Ÿฌ bei ihrem „Morgenspaziergang“, beobachten wollten. Während uns ersteres gelungen ist, konnten wir heute leider keine Delfine erspähen und müssen unser Glück wann anders nochmal versuchen.


Als wir anschließend in das Volunteer House zurückgekehrt sind, haben wir gefrühstückt. Ich staunte nicht schlecht über die unterschiedlichen Essgewohnheiten der verschiedenen Völker. Während wir Deutschen meist unser Müsli und Toast ๐Ÿž essen, sah das japanische Büffet ganz anders aus: erst Aprikosenjoghort๐Ÿ‘, dann Sandwiches ๐Ÿฅช, Salat ๐Ÿฅ—, Tofu in Sojasoße getunkt und eine Suppe ๐Ÿœ. Während mich der Tofu in der Sojasoße (laut Mei ist das essentiell bei einem japanischen Frühstück) nicht wirklich vom Hocker gerissen hat, hat die Suppe ganz gut geschmeckt (wobei ich davon morgens nicht mehr als zwei Löffelchen probieren wollte). Nachdem wir gefrühstückt hatten, wurde mir erst beigebracht, wie man Origami-Schwäne bastelt. Das ist eine Sache, die ich an dem Freiwilligenprojekt jetzt schon sehr zu schätzen weiß. Dadurch, dass die Volunteers aus der ganzen Welt ๐ŸŒ kommen, erfährt man die Chance, viele fremde Kulturen näher kennenzulernen.


Anschließend gab es Sprachunterricht. Die japanischen Freiwilligen sind sehr bemüht, Englisch zu lernen, was ihnen allerdings noch nicht ganz gelingen mag. Deswegen haben wir jetzt umgestellt: Ich bringe ihnen Deutsch bei, was sie im Übrigen schon fast besser können als Englisch, und mir wird der Grundwortschatz im Japanischen beigebracht. Mit den Belgierinnen unterhalte ich mich auf Französisch, so kann ich auch da meine Kenntnisse auch etwas auffrischen. Im Übrigen fanden es alle Volunteers bewundernswert, dass wir in Deutschland drei Fremdsprachen in der Schule lernen. Das scheint in keinem anderen Land so zu sein, wenn man betrachtet, dass außer dem Amerikaner und mir niemand wirklich Englisch spricht.

Heute Mittag haben wir uns alle zusammen auf den Weg zum Strand gemacht. Die Sonne โ˜€๏ธ ist immer wieder aus den Wolken โ˜๏ธ hervorgestoßen, sodass wir uns etwas bräunen konnten. Einige Volunteers sind jetzt schon so rot wie ein Krebs ๐Ÿฆ€. In Australien gibt es nur eine dünne Ozonschicht, die die Sonne kaum abschwächen kann. Dadurch kann die Sonne, auch wenn es bewölkt ist, heftige Sonnenbrände verursachen. Die Wellen ๐ŸŒŠ waren heute wieder unglaublich stark, aber ich habe mich mit zwei weiteren Freiwilligen ins Wasser getraut. Die Wassertemperatur ist sehr angenehm und es hat sehr Spaß gemacht, seine Kraft mit den Wellen zu messen. Am Ende mussten wir wohl oder übel feststellen, dass die Wellen stärker waren als wir. Immer wieder wurde einem der Boden unter den Füßen weggerissen und man taucht 10 Meter weiter voller Wasser im Bauch auf. Bald mussten wir den Strand allerdings verlassen, da ein kleiner Sommerregen aufkam. ๐Ÿ’ฆ

Den Nachmittag haben wir mit englischen DVDs (ich weiß nicht, wie viele der Handlung folgen konnten) im Volunteer House verbracht. ๐Ÿ“บ Abends haben wir gemeinsam gekocht und das ist in einer kleinen Küche mit nur zwei Pfannen für so viele Leute mehr als nur kompliziert. Aber am Ende hat es gut geschmeckt. ๐Ÿ˜‹

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende - genießt es! ๐Ÿ˜Š

02.02.18 - Ankunft im Volunteer House

Freitag, 02.02.2018

Guten Morgen nach Deutschland!

Während euer Tag ๐ŸŒ… gerade erst beginnt, neigt sich meiner bereits dem Ende zu. ๐ŸŒƒ

Heute morgen habe ich das Hostel verlassen und mich auf dem Weg in das Office der Umweltorganisation, die meine Projekte leitet, gemacht. Diese heißt Conservation Volunteers Australia und existiert bereits seit 1982. Karynne leitet das Büro in Newcastle und hat mich voller Freude empfangen. Anschließend haben wir eine kleine Citytour durch Newcastle gemacht und sie hat mir einige schöne Flecken gezeigt.

Daraufhin hat sie mich in das Volunteer House ๐Ÿก gebracht. Dort konnte ich noch die Volunteers, die vergangene Woche da waren, treffen. Die Freiwilligen kommen aus der ganzen Welt ๐ŸŒ und letzte Woche waren welche aus der Schweiz, aus Taiwan und aus Korea da. Ich habe mich sofort super mit ihnen verstanden und fand es ziemlich bedauerlich, dass diese bereits am Ende ihres Aufenthaltes waren und mich alleine zurückließen. Die neuen Volunteers kamen erst am Nachmittag an, sodass ich das Haus erstmal für mich hatte. In der Unterkunft müssen die Freiwilligen den Haushalt eigenständig führen. Da meine Kochkünste ๐Ÿ‘ฉ๐Ÿผ‍๐Ÿณ bisher noch nicht besonders ausgeprägt sind, war ich erstmal etwas kritisch, als ich mich heute Mittag alleine an den Herd stellte. Zu meiner Überraschung hat aber alles geklappt und mein selbst gekochtes Essen war genießbar. ๐Ÿ˜‹

In der Zwischenzeit haben die drei Teamleader, die uns während der Projekte begleiten, vorbeigeschaut und mich begrüßt. Alle haben einen sehr netten Eindruck auf mich gemacht und mir einiges über ihre Arbeit erzählt. ๐Ÿ‘ฉ๐Ÿผ‍๐ŸŒพ

Gegen Abend kam Karynne wieder und brachte die Neuankömmlinge in die Unterkunft. Die kommende Woche werden wir zu neunt hier hausen und es sind viele verschiedene Nationen dabei -USA, Belgien, Niederlande, Japan, Taiwan und dank mir auch Deutschland. Der Altersdurchschnitt liegt bei ca. 21 und ich bin momentan die Jüngste - aber das bin ich ja gewöhnt. ๐Ÿ™ˆ Direkt nach der Ankunft der neuen Freiwilligen zog Karynne mich erschrocken zur Seite und meinte, dass außer dem Jungen aus den USA und mir niemand Englisch könne. Und da hatte sie recht. Während die Volunteers von letzter Woche alle sehr verständlich Englisch gesprochen haben, fällt uns die Kommunikation in der Unterkunft momentan noch etwas schwerer. Spätestens als das Mädchen aus Japan erschrocken zu mir meinte, dass die Tomaten nicht mehr gut seien und mir eine Dose mit der Aufschrift „Red Beans“ entgegenstreckte, wusste ich, das kann ja noch lustig werden. ๐Ÿ˜‚

Ansonsten erfolgte heute noch die Sicherheitseinweisung für die kommenden Tage:


- Wir sollten wir sehr vorsichtig sein, wenn wir ins Wasser gehen, da es viele, blaue Quallen gibt und die Berührung mit ihnen sehr schmerzhaft sei.
- Aber noch gefährlicher sind Haie - allein letzte Woche musste der Strand in Newcastle drei Mal geschlossen werden, weil dort Haie ๐Ÿฆˆ gesichtet wurden.
- Wenn wir in National Parks oder im Regenwald ๐ŸŒณ unterwegs sind, müssen wir besonders aufmerksam sein. Die Zecken in Australien sind besonders gefährlich und rufen nicht gerade selten Vergiftungen hervor.
- Um uns vor den Moskitos zu schützen, sollten wir uns jeden morgen mit Insektenschutz eincremen.
- Außerdem gibt es viele Schlangen ๐Ÿ, die tödlich sein können. Also falls wir eine entdecken - sofort wegrennen und den Teamleader informieren.
- Ebenfalls gefährlich sind die verschiedenen Spinnenarten๐Ÿ•ท, die nicht nur eklig, sondern auch giftig sein können.

Dann weiß ich ja Bescheid, was mich in den kommenden Tagen erwartet. ๐Ÿ˜ณ

Dieses Wochenende steht uns zur freien Verfügung und wir müssen uns noch überlegen, wie wir die Zeit am besten verbringen werden.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag und bis zum nächsten Blogeintrag! ๐Ÿ˜Š

01.02.18 - Newcastle

Donnerstag, 01.02.2018

Mein Tag begann heute erst ziemlich spät, da ich glatte 13 Stunden geschlafen ๐Ÿ˜ด habe - persönliche Bestleistung. Aber ich war so müde von der Reise, da war das vermutlich auch nötig. Das Wetter ist nicht so, wie ich es erwartet hatte. Während es letzte Woche beinahe 40 Grad โ˜€๏ธ heiß war, ist es hier diese Woche eher bewölkt und windig.

Heute bin ich zu Fuß durch halb Newcastle spaziert. Newcastle ist keines Wegs eine Touristenattraktion. Die Arbeiterstadt liegt etwa zwei Autostunden nördlich von Sydney an der Ostküste, hat ca. 300 000 Einwohner und zeichnet sich durch ein hohes Kohlevorkommen, aber auch durch prächtige Surfstrände, aus.

Ich bin zu allererst zum Leuchtturm spaziert, um anschließend den Strand entlang zu schlendern. Die Strände sind wirklich überragend- ruhig, mit samtweichem Sand und bis auf einige Surfer total menschenleer. Meine Idee, selber etwas zu surfen, konnte ich mit meiner Ankunft am Strand nur belächeln. Die Wellen ๐ŸŒŠ waren heute so hoch, dass selbst die australischen Surferboys ๐Ÿ„๐Ÿผ‍โ™‚๏ธ (die sehen genau so aus, wie man sie kennt: blonde, lange Haare, braungebrannte Haut, muskulös und immer am Lächeln) etwas Probleme hatten. Ich wäre mit meinen Surffähigkeiten entweder in Neuseeland gestrandet oder untergegangen.

Des Weiteren gibt es in Newcastle noch einige schöne, grüne Parks ๐ŸŒณ. Als ich bei meinem Spaziergang dann den Newcastle Tennis Club ๐ŸŽพ entdeckt habe, habe ich meinen Schläger sehr vermisst. Wenn man danach geht, wie viele Mitglieder im Verein angemeldet sind, ist Tennis die beliebteste Sportart der Australier. Ich habe bisher aber mehr Cricketfelder als Tennisplätze gesehen. ๐Ÿ˜Š

An was man sich hier erstmal gewöhnen muss, ist der australische Lebensstandard. Australier legen nicht so viel Wert auf ihre Häuser wie die Deutschen ๐Ÿก, sodass diese meist etwas alt und ungepflegt aussehen. So ist es leider auch mit meinem Hostel. Aber gerade da lernt man es zu schätzen, welchen Luxus wir in Deutschland genießen.

Morgen früh startet dann das erste Naturschutzprojekt hier in Newcastle. Ich bin schon gespannt, was mich da erwartet.

Liebe Grüße in die Heimat ๐Ÿ˜Š

 

PS: Leider kann ich keine Bilder bloggen, da diese Funktion nur vom PC aus verfügbar ist. Daher werde ich das Kopfbild meines Blogs immer wieder erneuern, sodass Ihr einige Einblicke in meine Reise bekommt.

 

31.01.18 - Ankunft in Down Under

Mittwoch, 31.01.2018

Guten Abend an alle ๐Ÿ˜Š

Am Montag ging meine Reise um 5.30 Uhr morgens los und heute, also am Mittwoch um 17 Uhr australische Zeit (hier ist es zehn Stunden später) bin an meinem Ziel angekommen. ๐ŸŒ Ich war nun wirklich lange unterwegs, wobei ich die Reise zu keiner Zeit als Qual empfunden habe. Im Gegenteil - ich könnte jetzt schon ein Buch darüber schreiben.

Station 1: Fahrt nach München
Montag früh bin ich von Göppingen aus mit dem Zug nach München gefahren.

Station 2: Flug nach Shanghai
Anschließend bin ich mit der air china von München nach Shanghai geflogen. โœˆ๏ธ Ich bin als erster Passagier in den Flieger eingestiegen, doch kurz nach mir hieß es „boarding completed“. Obwohl ich oft fliege habe ich sowas noch nie erlebt, denn die Machine war so gut wie leer. Das kam den wenigen Passagieren allerdings sehr zu Gute. So musste man während des Elf-Stunden-Fluges nicht in seinem Sitz verweilen, sondern konnte sich über vier Sitze ausbreiten und wie zuhause im Bett schlafen.

Station 3: Shanghai- erstes Mal in China
Die folgenden zwei Stunden nach der Landung habe ich damit verbracht, durch den riesigen Flughafen von Shanghai zu irren, was bei einem Aufenthalt von 13 Stunden allerdings nicht zu schwer ins Gewicht fällt. Beim Check-in in München wurde mir erklärt, dass ich in Shanghai zum Transit Check-in muss und den Flughafen nicht verlassen darf, da ich kein Visum für China beantragt habe. Allerdings war der Transit-Check-in-Schalter geschlossen und die Angestellten am Infostand haben mein Problem (sprachlich, als auch fachlich) nicht verstanden und mir erklärt, dass ich zu früh am Flughafen bin und das Check in erst zwei Stunden vor dem Abflug öffnet. Sehr hilfreich. Als mir dann auch keiner erklären konnte, warum das kostenfreie Wlan bei mir nicht funktioniert und man mir stattdessen eine chinesische Simkarte verkaufen wollten, habe ich spontan beschlossen, den Flughafen sehr wohl zu verlassen und Shanghai zu besichtigen. Da ich bei der Grenzkontrolle problemlos durchbekommen bin, stand dem nichts mehr im Weg.
Leider hatte ich eine Stadtbesichtigung Shanghais im Vorfeld ja nicht geplant und war somit nicht auf die -3 Grad vorbereitet. Ich habe in meiner Australien-Sommer-Kleidung zwar etwas gefroren, das hat sich allerdings gelohnt. Ich war zuvor noch nie in China und bereits in der Metro wurde mir klar, dass Asien mit Europa nicht zu vergleichen ist. Als ich dann aus dem Untergrund an die Oberfläche kam, war China so, wie man es aus Filmen kennt: Einzigartig.
-Die Sprache: Englisch wird hier grundsätzlich nicht gesprochen und noch weniger verstanden. Das brauchen die Chinesen aber auch nicht, es wird nämlich vorausgesetzt, dass jeder sie versteht. Dabei wurde das Fragezeichen in meinem Gesicht scheinbar überlesen.
-Das Zeitmanagement: Jeder hat es hier eilig. Warum? Weiß ich nicht. Aber man muss aufpassen, dass man auf dem Gehweg nicht umgerannt oder von einem der vielen Mofas umgefahren wird.
-Die Kleidung: Die Chinesinnen haben mich an mich selbst in der vierten Klasse erinnert. Rosa Glitzer so viel es nur geht, riesige Schleifen in den Haaren, Pandas auf den Jacken. Schwarze Stiefel bis zu den Knien habe ich damals allerdings nicht getragen. Einen neuen Trend haben sie außerdem gesetzt: der Mundschutz ist hier als Accessoire ganz in Mode. Ich bin mir sicher, in Stuttgart werden bei den Feinstaubwerten viele diesem Trend folgen. China ist anders, aber es ist auf seine eigene Art entzückend.
Was mir sehr gut gefallen hat ist die Skyline von Shanghai. ๐ŸŒƒ Ich war beim Shanghai World Finance Center und bei dem Oriental Pearl Tower, dem Wahrzeichen der Stadt. Außerdem fand ich den Besuch des Jing‘an Tempels sehr interessant. Während die Gestaltung der Gebetsstätte nicht prunkvoll genug sein kann, leben die Mönche dort unter den einfachsten Gegebenheiten. Zulange konnte ich mich da allerdings nicht aufhalten, denn meine Reise sollte ja noch weitergehen.

Station 4: Flug nach Sydney
Nun war Shanghai für mich ja nur ein Zwischenstopp und bedeutete lediglich „Halbzeit“. Der nächste Elf-Stunden-Flug stand bevor, dieses Mal aber leider mit Passagieren und somit hatte ich nur einem Sitzplatz für mich.

Station 5: Willkommen in Sydney
Die Menschen haben sofort einen guten Eindruck auf mich gemacht: sie lachen immer, sind offen, kontaktfreudig und sehr hilfsbereit- sie helfen dir, bevor du überhaupt sagst, dass du Hilfe benötigst. Als ich den Bahnhof verlassen habe, wurde ich direkt von anderen Backpackern angesprochen. Man könnte meinen, Backpacker bilden in Australien eine eigene Volksgruppe. Erkennbar an einem übergroßen Rucksack und dem starken Zusammenhalt untereinander. ๐ŸŽ’

Station 6: Zugfahrt nach Newcastle
Von der Central Station in Sydney fährt eine Linie direkt nach Newcastle und das dauert normalerweise 2 h 30 min, heute aber etwas länger. So dröhnte kurze Zeit nach dem Einsteigen durch die Lautsprecher, dass der Zug technische Probleme aufweist und die Sicherheit der Zugreisenden nicht mehr garantiert werden kann. Deswegen sollen bitte alle aussteigen und die nächste Verbindung nehmen. Alles klar.
Da dieser Zug ein Regionalzug war, fuhren wir gefühlt einmal durch das ganze Outback. ๐Ÿš‡ Zwischen Flüssen und Strand, zwischen Wäldern und Felsen, jenseits der Zivilisation.

Station 7: Ankunft in Newcastle
Nach zweieinhalb Tagen ist es so weit und ich bin am anderen Ende der Welt angekommen. ๐ŸŒ Bei mir ist es schon Abend und ich bin so platt, dass ich direkt schlafen gehen werde. ๐Ÿ˜ด

Gute Nacht nach Hause ๐Ÿ˜Š

28.01.18 - Morgen geht es los

Sonntag, 28.01.2018

Die letzten Wochen sind so schnell vergangen, sodass ich etwas überrascht davon bin, dass meine Reise nach Australien ๐Ÿจ bereits morgen startet. Mittlerweile sind alle Vorbereitungen abgeschlossen: Mein Visum ist im Gepäck, mein Rucksack ๐ŸŽ’ ist gepackt, den Australien-Reiseführer ๐Ÿ“” habe ich durchgelesen und mich von meinen Freunden ๐Ÿ‘ญ verabschiedet. Morgen früh fahre ich von Göppingen mit dem Zug ๐Ÿš‡ nach München, um dann über Shanghai ๐Ÿ‡จ๐Ÿ‡ณ nach Sydney ๐ŸŒ‰ zu fliegen. Ich freue mich darauf, viele neue Erfahrungen auf meiner Reise zu sammeln und werde hier von meinen Erlebnissen im Ausland berichten. ๐Ÿ˜Š